Samstag, 3. Dezember 2016

La Palma - Los Tilos und Borlavento

Von San Andrés fahren wir nach Los Tilos zurück, wo auf den unteren Bildern sichtbare Brücke überspannt einen großen Barranco. Hier, auf beiden Seiten des Barrancos führt je Seite eine Einbahnstraße tief in den Canyon rein und raus. Wie man es auch auf dem Foto sehen kann, da hängen die Passatwolken drin und wir drängen immer tiefer in den Nebel rein. 




Die Lorbeer -und Farnwälder von Los Tilos sind seit 1985 Naturschutzgebiete der Unesco Biosphärenreservate. Diese Pflanzenwelt hat früher die Urwälder auf der Insel gebildet. Wir steigen leider beim gießenden Regen aus dem Auto raus und machen uns in halbwasserdichten Windjacken und mit Regenschirmen auf den Weg. Wir wollen hier eine Stunde wandern, zu einem kleinen Wasserfall hin und zurück. Aber in dem Regen habe ich keine Lust nochmal genau im Buch nachzuschauen, wir gehen einfach auf dem einzigen Pfad los, den wir hier sehen und auch andere Menschen dort losgehen. Es sind hier viele Wanderer unterwegs.








Wonach wir nach dreiviertel Stunde bergauf noch immer keinen Wasserfall gesehen haben, kommt es uns sehr komisch vor und ich lese dann im Wanderführer nach und so erfahren wir, daß wir völlig auf einem falschen Weg losgelaufen sind. Ist ja auch egal, in dem Regen macht es so und so wenig Spaß. Hier könnten wir noch ein kleines Stück zu einem Mirador aufsteigen, aber wir haben im Regen keine Lust mehr und im Nebel würden wir dort auch nicht viel Ausblick haben, also, drehen wir uns um und gehen zum Auto zurück. Es sind zwei Stunden dafür weggegangen und wir sind ziemlich naß. Aber der Wald war wenigstens schön.


Danach fahren wir an der nördlichen Küstenlinie entlang weiter. Bei Punta Talavera sehen wir die Reste eines mini, in die Felsen gebauten Fischerdorfes. (Puerto de Talavera).


Nachher erreichen wir bald den Leuchtturm, Faro de Barlavento und in dessen Nähe die Naturschwimmbecken La Fajana, die man auch mit ein bißchen Nachhilfe zu einem geschützten Strand umgebaut hat. Drei Becken sind hier, die durch den ständigen Wellengang immer mit frischem Ozeanwasser nachgefüllt werden. Auch hier gibt es Bänke, Sonenterassen, Umkleidekabinen, WC, Dusche und ein Buffet. Nur ein Mensch schwimmt in dem großen Becken, sonst ist der Ort auch ziemlich ausgestorben. 






















Wir fahren noch ein Stück an der Nordküste entlang weiter, dann durch den mini Ort, Franceses nehmen wir eine Horrorstraße zu der Küste. Die ein Auto breite steile Straße schlängelt sich mit hunderten Kurven um einen Barranco herum abwärts. Steile Felswände ließen Steinschläge herunter, die uns nur Angst machen, nicht daß was auf uns fällt. Wenn noch ein Auto entgegen käme, es gäbe keine Möglichkeit weiterzukommen. Ein Auto müsste, mehrere enge, steile Kurven rückwärts fahren, bis es eine breitere Stelle für zwei gefunden hätte. Zum Glück kommt nie einmal jemand entgegen. Am Ende dieser Straße liegt ein Ort, auch La Fajana genannt mit einem mini, verlassenen Fischerdorf. Ob es sich wirklich gelohnt hat hier runterzufahren, kann ich nicht so 100%-ig bestätigen. ;-)


 




Wie ich es schon geschrieben habe, wir sehen täglich bis zu 50 Falken, oft 3-4 an einem Ort, und sehr oft sehr nah an einem Stock, Baum oder Agave gelandet. Allerdings sind sie sehr ängstlich und fliegen immer schon weg, wenn das Auto kommt. 





Dort sitzt doch einer:




Es ist wieder zu spät geworden, daß wir den ganzen nördlichen Teil anschauen könnten. So schaffen wir auch heute keine ganze Runde um einen Inselteil, wie wir es geplant haben.Wir fahren langsam nach Hause, diesmal auch ein Stück Bergstraße, auf der LP111. Es ist auch eine engere Straße, wo zwei Autos nur mit Schwierigkeit Platz hätten. Hier fängt es dann furchtbar an zu regnen, es schüttet extrem strark, daß innerhalb Minuten dicke Wasserflüsse auf der Straßenmitte laufen und wir sehen kaum was.








Zu Hause grillen wir natürlich, heute ein ganzes Kaninchen (im Lidl für 4,50 Euro gekauft, vorbereitet, ausgenommen, ich mußte es nur noch auf Teile schneiden). Dann liegt es eine Stunde in einer leckeren Marinade und dann wird gegrillt und es schmeckt göttlich lecker. Wir machen nie eine feste Beilage, sondern nur Salat und grillen Aubergine oder Zucchini mit. Bis das Häschen gebraten wird, drücke ich 10 Saftorangen aus, die superlecker sind.