Sonntag, 15. Januar 2017

Fernweh und große Ziele

Ich habe Bekannte, die das Reisen nicht reizt und reisen auch nie. 
Und ich habe auch welche, die der Meinung sind, nur materielle Sachen sind bleibend und eine Reise kann doch nicht Wert sein, soviel Geld dafür auszugeben. 
Manche stellen mir die Frage, ob eine Reise in einem Menschen wirklich für immer so eine tiefe Spur hinterlässt?

Meine Antwort ist, nein, nicht in jedem Menschen. 
Ich bin überzeugt davon, man muß für die Reise geboren sein, es muß in den Genen da sein, diese Leidenschaft, diese Entzückung, diese Besessenheit, das Fernweh, spürt in dieser Intensität nur jemand, wer dieses Reisegen in sich hat. 
Wortwörtlich Weh, ein Schmerz, der wie Heimweh oder andere Art Sehnen nach irgendwas den einen ständig quält.

Ob Gegenstände zu besitzen glücklich macht? Grob gesehen, irgendwo ja, (uns nur kurzfristig) man ist glücklich darüber eine schön eingerichtete Wohnung mit allem, was für ein bequemes Leben dient, zu haben. Oder ein neues irgendwas Gekauftes, natürlich freut man sich in dem Moment darüber, aber das macht noch nicht glücklich. Die Erinnerungen einer Reise aber, die bleiben für immer, tauchen immer auf und machen den Moment glücklich. 

Das Reisen ist bei uns nicht nur ein Hobby, sondern eine Lebensform, da unser ganzes Leben sich um die Reise dreht.  Wir leben in einem ewigen Kreislauf von der Reise beeinflusst, schon viele Monate davor planen wir, bis wir zu dem Zeitpunkt des Verreisens kommen, und danach das Sortieren der Bilder, Fotobücher machen, Reiseberichte schreiben, das alles macht uns glücklich und wenn eine Reise zum Ende kommt, beginnt schon das Planen mit der nächsten Reise. Und wir leben von Reise zu Reise. Alles, was dazwischen passiert ist nicht das, was wir möchten, sondern, was wir müssen, damit das Geld für die nächste Reise erarbeitet wird. Alles ist nur erträglich mit dem Wissen, daß es die nächste Reise gibt. Und wie schön ist es, daß zwei so Reisemäuse sich gefunden haben. :-)

Die Reise steht bei uns auf der ersten Stelle, dafür verzichten wir auf ganz vieles - schon automatisch und unbewusst, ohne daß es uns das Gefühl geben würde, irgendwas nicht haben zu dürfen oder irgendwas vermissen. Wir leben einfach, besitzen keinen Luxus, uns ist unwichtig, wie wir uns ankleiden, daß wir ausgehen und für Sachen Geld ausgeben, wofür andere Menschen haufenweise ausgeben. Wir machen es gerne so, es ist kein Zwang, es ist normal, bei dem Einkaufen auf Preise zu sehen, und immer nach dem billigsten zu suchen. Es ist sogar so leicht auf viele Sachen zu verzichten, denn wir wissen, jeder Cent, was übrigbleit, bringt uns die nächste Reise näher. 
 
Die Erlebnisse von einer Reise zu besitzen ist uns mehr Wert als Gegenstände zu haben. Aber es versteht nur jemand, in dem es schon ursprünglich, seit Kindheit von ganz alleine da ist, die Sehnsucht nach Reisen, und das Glücklich sein von neuem und schönem zu sehen, zu erleben, ein Stück davon in uns mit nach Hause nehmen. Außenstehende, die damit nichts zu tun haben, können es einfach als verrückt einschätzen. :-)  Aber das ist so was, wie verliebt zu sein, wenn man ein neues Ziel in der Luft schimmern sieht, schlägt sein Herz schneller und sofort wird nervös und aufgeregt, sofort plant und sofort träumt. Und wenn wir uns später an eine Reise erinnern, dann können wir die Düfte des Meeres, der Fischessen, der bunten Blumen, Basaren oder die Geschmäcke der tropischen Früchten hervorrufen, daß wir sie fast als echtes spüren und wenn wir im Winter auf dem Sofa unter einer Decke kuscheln und einen Film über Reiseziele im Fernsehen anschauen, dann beginnt sofort diese quälende Sehnsucht, wir müssen dahin, wir müssen weg. Wir finden keine innere Ruhe ohne das nächste Ziel sicher zu haben, ohne sicher zu sein, ein Flug ist schon gebucht, die Reise ist schon sicher. :-)

Von den ganz großen Zielen haben wir schon zwei geschafft: Mexiko und Tansania. 

Chichen Itza, Yucatan, Mexiko, 2009

Lake Manyara N.P., Tansania, 2012
Aber Thailand, Island und La Réunion kann man mit Sicherheit auch zu denen rechnen.

Khao Ping Kan Insel, Khao Tapoo oder auch "James Bond Fels" genannt, Thailand, 2011




Geysir Stokkur bei Ausbruch, Island, 2015

Blick ins Tal von Mafete von Cap Noir, Ile de la Réunion, 2014

Und was steht nun noch auf der Liste, die immer endlos bleibt
Denn wenn ein Ziel gestrichen ist, kommt an dem anderen Ende ein neues dazu. :-) 
 Auf jeden Fall: 

  •  Costa Rica 2018!
  • Neuseeland und ein paar polynesische Inseln
  • Südemerika: Equador, Peru, Bolivien, Chile
  • Namibia und oder Südafrika
  • Kambodscha, Vietnam
...

Unser großer Traum ist, daß wir einmal eine kleine Weltreise machen werden, so um die 3 Monate lang. 
Dafür wollen wir unbezahlten Urlaub bekommen, und wenn es nicht geht, dann müssen wir wohl aussteigen, was alles umwerfen kann, aber man lebt nur einaml. Man muß seine Träume leben. Das Leben ist kurz und vergeht schnell, wer keinen Mut hat, dem bleibt nur das Sehnen und das Träumen. 

Mittwoch, 11. Januar 2017

Eiskristalle bei -12 Grad

Die Fortsetzung von den Eiskristallenbilder:

















Sonntag, 8. Januar 2017

Kunstwerke des Frostes

- 16 Grad hat in der früh das Radio gemeldet!
In einem Auto zu sitzen, dessen Heizung 15-20 Minuten braucht die ersten Hauche von Wärme auszustrahlen, ist wirklich nicht schön. 
Aber gut angezogen, bei strahlendem Sonnenschein, geht es doch, oder? ;-)

Nach der Arbeit, bei -12 Grad in dicken, wasserfesten Klamotten habe ich eine Stunde in dem Schnee knieend und liegend beim Makrofotografieren verbacht. 














Auch bei Jutta's NaturDonnerstag teile ich diesen Post:


Freitag, 6. Januar 2017

Der Winter ist da

Wie immer, habe ich im Winter eher weniger zu berichten, auch die Fotos fehlen. 
Vor drei Tagen hat es hier an einem Nachmittag viel geschneit und vorgestern Abend wieder.
Aber gestern war ein extremer Windsturm, so hat er den Schnee von den Bäumen weggeblasen und auch auf dem Boden, über dem Schnee liegen so viele Äste, Blätter und Piniennadeln, daß es alles nur unschön und dreckig wirkt. 

Ich bin gestern zu dem Badesee gefahren um paar Fotos zu machen. Aber es war nicht schön. Es war grau und kein einziges Tier, nicht mal eine Ente habe ich gesehen. 



Ich habe ein Bild aus 2008 aus meinem  Archiv von hier ausgegraben:


Ich habe eine Runde um den See gelaufen und ganz hinten habe ich diese Spuren eines Bibers gesehen. Das hat mich überrascht, da  am See keine Biber leben und auch nur diese einzige Stelle war Beweis für ihn. Aber warum würde ein Biber irgendwo von einem Bach zu dem See gehen, einen Baum halb abkauen und dann wieder weggehen??



Dann, als ich zu der gegenüberliegenden Seite des Sees gekommen bin, wo im Sommer die vielen Badegäste liegen, sah ich erneut die selben Spuren, aber wieder völlig sinnlos, und auch der arme Baum tat mir leid, da der Biber seine Arbeit nur halbweg getan hat und der Baum leider darunter.



Montag, 2. Januar 2017

Eisvogel

Ich habe den einen Eisvogel hinter unserem Haus am Bach im Frühjahr ca. eine Woche lang öfter beobachten und zweimal sogar fotografieren können, danach habe ich ihn nie mehr gesehen. Aber jedes Mal, wenn ich in der Kurve, direkt neben dem Bach mit dem Auto gefahren bin, guckte ich da in die Richtung. Und in der lezten Woche,  fuhr ich Recycle Müll zu entsorgen und sah ich in der Kurve aus dem Auto sofort den kleinen Kerl auf einen Zweig. Müll entsorgt, schnell nach Hause gefahren, Kamera mit dem großen Objektiv und Stativ montiert, zurückgefahren und er war noch da und ich habe ihn diesmal öfter ganz gut erwischt. 
Es war ein Weibchen (das erkennt man von dem Schnalbel: bei Weibchen unten orange, beim Männchen nur schwarz). Danach sah ich nach meinen Bildern vom Frühjahr und erkannte, daß es im Frühjahr das Männchen war. Also, ein Paar lebt direkt in der Nähe von dort. Ich hoffe, ich kann sie einmal noch beim Fischfangen auch fotografieren, obwohl es immer so schnell passiert...