Montag, 17. Januar 2011

Salzburger Land 1.


15. Juni 2009

Brutales Aufstehen um 6 Uhr - nachdem, daß wir in den letzten drei Wochen immer zwischen 5-6 Uhr aufstehen mussten. Wir sind unausgeschlafen und endlos erschöpft. Wir fahren um 7:30 Uhr. Es gibt keinen großen Verkehr auf der München-Salzburg Autobahnstrecke. Um 10 Uhr kommen wir in Werfen, zu der Burg Hohenwerfen an. 


Der Himmel ist bedeckt und es tröpfelt. Wir gehen zu Fuß zu der Burg rauf (es gibt auch einen Aufzug) und es dauert nicht länger als 15 Minuten. Der Eintritt ist 10,50 Euro p.P., es beinhaltet die Vogelshow und auch eine Führung in der Burg. Wir haben 45 Min. noch bis zur nächsten Vogelshow und bis dahin schauen wir uns alles an. Es ist die niveauvollste Burg, die ich jemals gesehen habe. 







Zur Vogelshow kommen sehr viele Leute im Hof zusammen. Es dauert ca. halbe Stunde. Für die Show kommt auch die Sonne vor, als ob sie bestellt gewesen wäre, und nachher geht sie wieder. Wir fahren danach zu der Eisriesenwelt. Sie liegt in dem gegenüberen Berghang und sie ist leicht zu finden. Als wir am Parkplatz aus dem Auto steigen, fängt es an wahnsinnig stark zu regnen. Die Luft ist dampfig und schwül, wie in einem tropischen Regenwald. Wir ziehen unsere Windjacken an und gehen in dem Regen aufwärts los. Wir kochen in den Windjacken, wie unter einem Dunstverband, während wir auf dem steilen Weg zuerst zu dem Tickethaus und dann am Kabinenaufzug ankommen. Das Kombiticket kostet für eine Person 19 Euro (die Seilbahn ist mit dabei und der Eintritt und die Führung in der Höhle). Gleichzeitig mit uns kommt eine ca. 50-köpfige Schulkindergruppe an. In eine Kabine passen ca. 25 Menschen rein, und es wird auch maximal ausgenützt, wir passen nur zusammengepresst darein. Es sind Inder auch mit dabei, und es ist gerade die Zeit, wo die Schweinegrippe tobt, man denkt nach mit den vielen Fremden in dem kleinen Raum. Die Seilbahn fährt sehr steil und sehr schnell hoch. 
Oben müssen wir wieder ca. 15 Minuten lang auf einem breiten und steilen Pfad laufen. Der Regen hat aufgehört. Neben uns sind erstaunend steile Hänge, tiefe Schluchten mit Geröllhängen, und wir sehen auch zwei Gämsen.



Die ganze Tour zu der Eishöhle hat einen Nachteil, daß man immer nach oben marschieren muß, man schwitzt sehr und wird erhitzt, als wir oben bei der Höhle ankommen, hat M. naße Haare und pitschnasses T-Shirt. Schon gute 50 Meter vor dem Eingang strömt uns plötzlich eiskalte Luft entgegen, als ob die Tür eines riesigen Kühlschrankes geöffnet gewesen wäre. Sofort sehen wir unseren Hauch in der Luft. Vor dem Eingang fangen wir an uns schnell anzuziehen. Wir haben Jeanshosen an und haben warme Sachen dabei. Ich ziehe Fleecejacke, dicken Thermopullover, Windjacke und Schal an und wir beide haben auch Handschuhe dabei. Natürlich auch Wanderschuhe. Trotz dieser Klamotten und der 700 aufwärts führenden Stufen wird es mir nicht warm. Wir verbringen 1 Stunde 15 Min. in der Höhle. Unser Gruppenführer erzählt alles immer zuerst auf deutsch, dann auf englisch. In der Höhle gibt es keinerlei Beleuchtung, nur unser Führer zündet immer wieder irgendeinen Docht an und paar Leute bekommen Laternen. Die drei Inder kommen direkt hinter uns, sie haben nur T-Shirt und Flip-Flops dran, sie frieren sich sehr und mit der Laterne können sie gänzlich nichts anfangen, der eine hält sie immer nur unten, daß uns damit fasst anbrennt und hebt sie dort gar nicht hoch, wo was zu sehen wäre. Bei uns kommt kaum Licht an. Trotzdem ist diese Welt zauberhaft. Andere Jugendliche gehen in Shorthosen und Strandschuhen. Ich verstehe nicht, wie kann man so unvorbereitet hierher kommen? Haben sie vielleicht gedacht, es würde nur 5 Minuten lang in der Höhle dauern? Es regt mich direkt auf, wie blöd die Menschen sein können. Fotografieren und Video machen darf man nicht. Uns verzaubert diese Märchenwelt.


Als wir rauskommen, schlägt uns die dämpfende Hitze ins Gesicht. Wir ziehen uns schnell aus und trinken aus der Thermoskanne heißen Tee. Es tut sehr gut für unsere durchgefrorenen Körper. Unterwärts von dem Berg halten wir bei einem Restaurant zum Mittagessen an. Die Portionen sind mächtig groß und lecker, der Preis geht auch, nur die Getränke sind sehr teuer. Danach fahren wir schon ohne Pause nach Fusch (Fusch an der Großglocknerstraße, beim Zellersee, in der Nähe von Kaprun, wo wir 2005 auch gewohnt haben). 

Die Adresse von unserer Unterkunft: Familie Lochner, Zeller Fusch 153./Fusch an der Großglocknerstraße, Tel.: 0043 6545-6138, e-mail: vermietung@ianitor.net, 1 nacht mit Frühstück 16-17 Euro/Person.
Die Besitzerin stellt sich direkt in die Tür und mit Zweifel beäugt sie uns, sie erkennt uns nach 4 Jahren nicht, und erinnert sich nicht mehr daran, daß wir im April wegen der Buchung angerufen haben. Es kostet einige Zeit und Gerede, bis sie uns reinlässt. Von den zwei Zimmern bekommen wir das selbe, wie 2005. In dem anderen wohnt ein Ungar schon seit Monaten, der in Kaprun arbeitet. Sonst wäre dieses Obergeschoß ideal für vier Freunde oder eine Familie, da es mit den zwei Zimmern und Dusche, Küche eine komplett eingerichtete Wohnung ist. Wir tragen unsere Sachen rauf und rennen zum Einkaufen weg, da die Geschäfte nur bis 19 Uhr offen haben. Das erste Geschäft in Bruck ist der Billa, also kaufen wir hier ein. Hier gibt es alles, aber ich kann es nicht empfehlen, da es sehr teuer ist. Ich erinnere mich daran, daß in der Nähe ein Industriepark war und dort sind billigere Discounter. Wir wollen duschen, aber es läuft kein warmes Wasser. Angeblich gestern war es noch kein Problem und die Besitzer kommen nicht darauf, woran es liegt. Wir lassen das Wasser Viertel Stunde lang laufen, dann wird es schon so lauwarm, daß man duschen kann. Bis Abend hört der Regen auf und kommt die Sonne vor. Wir sitzen auf dem Balkon und ich gehe früh schlafen, da ich Kopfschmerzen habe.

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Kommentare:

  1. Kann mich immer wieder bedanken für die schönen Beiträge und Fotos.

    Schon unverständlich, dass die Leute sich auf solche Touren nicht vorbereiten. Muss hier auch immer den Kopf schütteln wenn Wanderungen mit unsicherem Schuhwerk unternommen werden. :-((

    Wünsche dir einen schönen Tag und sende sonnige Grüße
    Petra

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  2. Danke liebe Petra, nur noch sechs Teile von Berggeschichten und dann kommt Teneriffa. :-)

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