Mittwoch, 19. Januar 2011

Salzburger Land 4.


18. Juni 2009

Der zweite perfekte Tag mit Sonnenschein. Wir brechen um 7:30 Uhr auf und mit der Seilbahn (7 Euro/Person nur Bergauf) um 9:30 Uhr fahren wir  auf den Kapruner Maiskogel (1540 m). Hier beginnt ein sehr steiler Pfad Richtung "Alexander Enzinger Weg". Er ist ein langer Wanderpfad, der sich über Bergrücken runter und rauf schlängelt. Um uns herum blühen steile Alpenwiesen in tausend Farben und die grünen Wiesen schließt der Anblick der schneebedeckten, weißen Berge ein. Bis wir auf den Kamm ankommen, sind wir schon ganz erschöpft, aber wir hoffen hier die aus dem Internet herausgesuchte via ferrata zu finden. Deswegen haben wir die ganzen Klettersteigausrüstungen mitgeschleppt. Leider treffen wir auf dem ganzen Weg keinen Meter ferrata und unsere Enttäuschung darüber kann nur die wunderschöne Landschaft lindern.   




Enzian:


Alpenrosen:



Der Bergkamm selber ist auch grün, nirgends ein Fels, man kann rechts und links gleichzeitig in die zwei paralellen Täler, Wasserfälle, Seen, über Schneeflecken durchlaufenden Murmeltiere herunterschauen. Riesige Greifvögel kreisen über uns. Überwältigend. 


Alexander-Enzinger-Weg:


Auf einmal erreichen wir die Schneegrenze, wo wir den "Schnee grasende" Schafe sehen. 



Ab hier müssen wir ständig über Schnee laufen. Es ist wirklich gefährlich, weil die Hänge sehr steil sind und unter dem Schnee laufen überwiegend Bäche. Wenn der Schnee einstürzt, dann würde der unter dem Schnee laufende schnelle Bach sein Opfer mitreißen. Der Schnee ist dreckig und ist voll mit Schafkot, so ist hier nicht mehr so schön, wie vorher.  

Dies habe ich gemeint, so steile Schneehänge, darunter fließt ein Wasserfall und man muß da über den Schnee auf einem ganz schmalen Trampelpfad durch:



Enzian






Nach einer Zeit erreichen wir die Skipisten, wo man keinen Pfad mehr finden kann und wir müssen endlos in dem Schnee aufwärts marschieren, was sehr anstrengend ist. Auf dem letzten Stück, wo noch ca. 150 m Höhenunterschied vor uns stehen, kann ich kaum mehr laufen, kraftlos schleppe ich mich rauf zu dem Alpincenter des Kitzsteinhorns. Wir mußten hier rauf, sonst hätten wir ca. 1500 m Höhenunterschied runterlaufen müssen, so können wir mit der teueren Seilbahn (13,80 p.P.) runter.   

Auf dem unteren Bild (vom Alpincenter fotografiert) kann man links den grünen Bergkamm sehen, wo wir früher gelaufen sind:


Die Aufzugstrecke besteht aus zwei Teilen. Wo wir umsteigen müssen, dort gibt es keinen Schnee mehr, sondern viel Grün und tausende plätschernde Bäche. Die zweite Seilbahn färt uns ins Kapruner Tal runter. Von dort ist noch 4 km weit, wo unser Auto parkt. Wir finden die Bushaltestelle nicht, so gehen wir zu Fuß los. Aber zum Glück kurz darauf finden wir eine Haltestelle und der Bus kommt bald (2 Euro p.P.). Der Bus bringt uns zu der Talstation der Maiskogelbahn, wo unser Auto steht. Heimwegs essen wir in dem großen Industriepark bei Zell am See. Hier befinden sich zahlreiche Geschäfte (Möbel, Lebensmittel, Kleidung, Schuh usw.). In der Unterkunft will heute kein Tropfen warmes Wasser aus der Dusche kommen. Die Besitzer versuchen es selber in Ordnung zu bringen, aber sie finden den Grund nicht, sie sagen ständig, daß es eigentlich funktionieren muß - ja, tut aber nicht, und bloß nicht Monteur rufen! - und daß es seitdem spinnt, seit wir hier sind, davor war in Ordnung - sind wir etwa Schuld oder was?? Aus allen anderen Hähnen läuft aber warmes Wasser, also es ist wirklich komisch, warum gerade aus der Dusche nicht. Schließlich bieten sie an, daß wir bei ihnen unten duschen dürfen und in dem Moment kommt doch warmes Wasser. 


19. Juni 2009

Für heute wurde schlechtes Wetter gesagt, deshalb haben wir auch keine große Tour geplant und durften auch länger schlafen. Wir entschließen uns dabei, daß wir auf der Großglockner Straße bis Fusch fahren, und von dort auf einer Nebenstraße bis zum verlassenen Bad Fusch, und dort werden wir in dem Wald eine kleinere Wanderung machen. Aber mir gefällt die Umgebung dieses Bad Fusches nicht, und der Himmel ist grau, es tröpfelt auch und ist nur 16 Grad. Als wir losgefahren sind, hat noch die Sonne geschienen. Wir springen in die Unterkunft ein, wärmere Sachen und auch Badesachen einzupacken, wir haben kein Ziel, vielleicht landen wir letztendlich irgendwo im Thermalbad. Schließlich fahren wir Richtung Lofer und es regnet stark. Bei Lofer gibt es mehrere Klammen, die laut der Werbeprospekte sehr schön sein sollen. Aber was soll man in strömenden Regen in einer Klamm? So entscheiden wir uns für die Lamprechtshöhle. Sie ist ein Höhlenllabirynth und es fließt ein kleiner Bach drinnen, man kann über Holzstege laufen. Eintritt: 3,80/p.P. Sie gefällt uns schon gut, nur es dauert leider zu kurz. 




Wir haben keine Ideen mehr für solches Wetter. Wir fahren zurück und unterwegs gehen wir ins große Einkaufzentrum in Saalfelden ein. Hier schauen wir den großen Sportladen Hervis an und kaufen paar Sachen günstig ein. Damit vergeht viel Zeit. In Zell am See kaufen wir noch Lebensmittel ein, und dann spielen wir Knobel, gucken Fernsehen. Wir entschließen uns, wir werden im schlechten Wetter nicht hier im Zimmer sitzen, sondern lieber fahren wir einen Tag früher nach Ungarn los (der zweiwöchige Urlaub war nämlich so geplant: eine Woche hier und eine Woche in Ungarn). Die Besitzerin ist sehr korrekt, trotzdem daß wir eine ganze Woche gebucht haben, lässt sie mit uns nur die 5 Nächte bezahlen, die wir tatsächlich hier verbracht haben. Wir zahlen 164 Euro.

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

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