Freitag, 1. April 2011

Ein Wochenende im Fränkischen Seenland

Wir sind am 21. August 2009 nach Göppersdorf, zu unseren Freunden gefahren, um ein schönes Wochenende gemeinsam zu verbringen. Wir konnten nicht ganz in der früh losfahren, da M. Nachtschicht hatte und wollte wenigstens ein bißchen schlafen. Dann haben wir gepackt und die Fahrräder auf das Auto montiert. Wir sind um 13 Uhr angekommen. Göppersdorf ist so klein, besteht nur von einer Straße und vielleicht 20 Häusern und ich finde hier immer so romantisch. Wunderschöne Hügellandschaft, dörfliche Ruhe, einfach schön. 


V. hat gerade das Mittagessen gemacht und ich bin als erstes im Garten herumgelaufen, um nachzuschauen,  was gerade blüht, was gerade reift. Und natürlich habe ich mir auch die paar Wochen alten "Minischafe" angeschaut. 






Nach dem Mittagessen haben wir uns im Garten unterhalten, alle waren zu faul irgendwas zu machen, aber wir wollten trozdem ein bißchen die Umgebung anschauen. Die Katze war auch so faul wie wir:


Scließlich haben wir uns mit dem Auto auf den Weg gemacht, die unmittelbare Umgebung anzuschauen. Zuerst sind wir zu einem Aussichtspunkt gefahren, wovon man bis zum Brombachsee sehen konnte:


Dann sind wir zu einem sonderbaren Ort gefahren, wo in einem Wald ein ganz interessanter Wasserfluß war, wie ich sowas noch nie in meinem Leben gesehen habe:

Steinerne Rinne

Dort ist eine Quelle und der mini Bach hat für sich selbst einen hohen Kanal gebaut, wo er fließt. Aber wie ist so was möglich? So, daß der Bach sehr hochkonzentriert mit Kalk ist. Wenn den Fluß an seinen Rändern Moos bewächst, dann kann sich er mit dem Wasser mitgelieferten Kalk immer ablagern, und sich immer mehr und mehr anhäufend baut er selber eine Mauer, oben darauf fließt der Bach weiter. Hier war diese Kalkmauer schon fast menschenhoch und tatsächlich floss oben drin die kleine Wasserader. Am Parkplatz war ein Becken, welches für die Erfrischung des Kreislaufes dient. Dessen Wasser war so eisig kalt, daß ich nicht reingegagen bin:

Kneipen:

Dann sind wir zur Wülzburg gefahren, wo wir die Mauern einer großen mittelalterlichen Festung, und dazwischen ein neueres barockes Schloß angeschaut haben:



Dann sind wir zu einem Biergarten gefahren, wo jeder einen großen Krug Bier getrunken hat und örtlich typische Sachen gegessen hat.

Es hat schon gedämmert, als wir nach Weißenburg gefahren sind, wo gerade ein Kirchweihfest war. Wir haben uns auch in dem Städchen umgeschaut und mir hat es hier sehr gut gefallen: 






Wir sind spät heimgekommen und konnten sehr gut schlafen.

Am Samstag sind wir früh aufgestanden, aber in der Nacht war Gewitter und es hat auf 14 Grad abgekühlt. Wir wollten aber Fahrrad fahren, wozu aber in der Kälte nicht mehr viel Lust hatten.

Das Frühstück war wunderbar. Ein riesiger Korb war vollgefüllt mit frischen Sachen, allem möglichen, was man sich wünschen kann, Salamis, mehrere Käsesorten, Marmelade, Nutella...uhh, ich habe mich vollgefressen, man konnte einfach nicht nein sagen, wenn so viele Leckereien direkt vor dem Auge liegen. V. war immer wunderbare Gastgeberin!

Wir haben paar Sandwiches gepackt und sind erst um 11 Uhr auf eine größere Fahrradtour los. Wir sind zu dem Brombachsee gefahren und dann um den ganzen See herum.





Es blieb leider den ganzen Tag bewölkt, bzw. am Nachmittag kam ab und zu auch die Sonne raus. Es waren wahnsinnig viele Menschen am See. 
Es hat mir sehr gut gefallen, daß die Fahrradwege und die Strände hier so gut ausgebaut sind. Es gibt auch einen Kletterpark und viele andere tolle Sachen. 







Auf dem Heimweg konnten wir kaum mehr die Pedalen treten. Wir sind 49 km fahrradgefahren, was unser Rekord ist und die letzte Strecke war total steil, da konnten wir unsere Fahrräder nur noch schieben. Uns tat alles weh, besonders unsere Knie und Ärsche. Wir haben die leckeren gegrillten Sachen verdient, die wir dann am Abend mit großem Spaß vorbereitet haben, und mit noch größerem Spaß gegessen. Wir haben viele Salate dazu gehabt, alles war superlecker! Wir haben schon wieder so viel gegessen, daß wir zum Schluß uns nicht mehr bewegen konnten.  


Abends hat es sehr abgekühlt, trotzdem hatte niemand Lust ins Haus reinzugehen, draußen ist es viel stimmungsvoller. So haben wir den Grill als Ofen benützt und immer wieder mehr Holz draufgeworfen. Es hat eine sehr angenehme Wärme ausgestrahlt und wir saßen lang in der tausendsternigen Nacht und haben es unendlich genossen.  

Am Sonntag hat auf uns wieder königliches Frühstück gewartet. Es war heute nicht warm, war sehr windig, aber wenigstens der Himmel war blau, und in der Hoffnung, daß es später schöner wird, sind wir zum Brombachsee gefahren. Das Wetter war nicht ganz ideal, aber wir haben doch den ganzen Tag dort verbracht, haben uns viel gesonnt und haben zweimal auch gebadet und mit dem Schlauchboot viel lustiges gemacht. Es war so ein schöner Tag. Wir mussten leider schon nach Hause. 

Wir sind abends, um halb 7 losgefahren und haben festgestellt, daß unser "Testwochenende" gut gelungen ist. Wir werden einander in Mexiko gut vertragen (wenigstens bestimmt 3 Tage lang! :D).
(Da wir, seit wir uns kennen, noch nie mehrere Tage gemeinsam verbracht haben und fahren in diesem Jahr - 2009 - für fast 4 Wochen gemeinsam nach Mexiko, haben wir es "Testwochenende" genannt.)

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Kommentare:

  1. Das war bestimmt ganz klasse, so wie es sich liest.

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  2. Hallo,

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    Diana
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