Donnerstag, 2. Juni 2011

Mexiko, Yucatan/22-23. Tag, Cancun und die Heimfahrt

22. Tag, 27. November 2009

Wir schlafen schlecht. Zum Frühstück ziehen wir uns gut an, da wir schon wissen, daß hier der Frühstücksraum einem Tiefkühlschrank gleicht. Aber sehr elegant. Mit Schwierigkeiten, aber klappt es endlich von der Hotelrezeption nach Hause zu telefonieren. Es hat auf dem ganzen Yucatan ein Problem bedeutet. Dann gehen wir Zwei Cancun zu entdecken und V. und U. einen Strand zu suchen, also wir trennen uns. Zuerst fahren wir mit dem Auto in die Hotelzone, auf die Laguneninsel. Es schreckt uns ab, was wir hier sehen. Es ist einfach nicht unsere Welt: das ganze schaut so aus, wie eine utopische Walt Disney Welt. Künstlich und tropft von der Kitschigkeit, häßlich ist es.

Zwar sehr schwierig, aber wir schaffen es doch, zwischen zwei Hotels an die Küste rauszugehen. Die Farben sind die selben Wunderschönen, wie gestern bei Tulum, mit dem Unterschied, daß es hier kaum Küste gibt. Sie ist schmal und total steil, und die Wellen sind riesig und man sieht überall nur bis zum Himmel ragende häßliche Betonblockhotels. Es nähert sich nicht mal ein bißchen an den einzigartigen Charme von Tulum. Ich würde hier nie Urlaub machen wollen und empfehlen kann ich es auch nicht weiter. Cancun ist nur für solche Menschen geeignet, die nur im Hotel sitzen wollen, aber das Meer können sie vergessen, weil die Wellen verschlucken sie. 





Da wir keinen idealen Strand finden, fahren wir noch ein bißchen Richtung Norden, aber dort finden wir auch nichts. Dann fahren wir ins Hotel zurück und spazieren ins Stadtzentrum paar Souvenirs zu kaufen. Wir finden aber kaum was, was uns gefällt. Nachher gehen wir zum Pool des Hotels zu schwimmen. Später machen wir Termin für Massage aus, aber wer gerade dort sitzt, hat irgendwie nicht viel Ahnung von den Sachen. 

Bis zur Massage haben wir noch anderthalb Stunden und ich gehe zum kostenlosen Internet. Später stehen wir ewig vor dem geschlossenen Massageraum und es kommt niemand. Schließlich gehen wir zur Rezeption und fragen nach, aber dort kommt es raus, daß die irgendwas falsch organisiert haben, heute kommt die Masseurin nicht mehr zurück, wir könnten nur morgen Vormittag gehen. Niemand versteht es, warum dann die andere Angestellte uns noch für heute eingetragen hat. Morgen wäre es schon für uns zu stressig. Wir müssen das Auto mittags zurückgeben. Ein bißchen enttäuscht gehen wir mit V. und U. spazieren und suchen erneut nach Souvenirs. Wir kehren in ein riesiges Warenhaus ein, wo alles sehr billig ist und eine Kindergruppe singt im Vorraum Weihnachtslieder und sie sammeln Geld. Vor dem Geschäft liegen frisch geschnittene, duftige Tannen zu kaufen. Es ist alles so komisch, wir haben null Weihnachtsgefühl. Auf einem Platz steht schon eine riesige, geschmückte Tanne mit der Aufschrift „feliz navidad 2010“ . 


Wir kommen um 21:30 Uhr nach Hause (davor essen wir noch in einem Burger King). Als wir ins Zimmer treten, empfängt uns ein Obstteller und ein, zwischen Eis gesteckter Sekt, in der Begleitung einer Karte, worauf steht, daß das Hotel sich wegen der Massage entschuldigt. Wow! Es hätten wir diesem Hotel nicht zugetraut. Essen können wir leider nichts mehr, aber den Sekt trinken wir und er schmeckt sehr gut. Wir fühlen uns wie Könige. :-)

Ich schlafe schlecht, weil ich schon wieder die Reisenervosität habe. 

23. Tag, 28. November 2009 Heimfahrt

Wir gehen frühstücken und danach packen wir alles zusammen. Ich werfe viele Sachen weg, wo kaum mehr Körperlotion oder Shampoo, oder Duschgel drin übriggeblieben ist. 

Wir gehen noch einmal spazieren, weil wir - Frauen - noch Silberschmuck kaufen wollen. Hier gibt es sehr große Auswahl und wunderschön sind alle, man kann kaum wählen und was wichtig ist, man kann den Preis ganz gut runterhandeln. 

Am Mittag checken wir im Hotel aus, und fahren zum Autovermieter los. Wir müssen ca. noch für 50 Peso tanken, damit der Tank so voll wird, wie er am Anfang war. Wir haben nur einen 50-er Schein aufgehoben, sonst sind alle unsere Pesos weg. Damit der Tankwart es versteht und nicht zufällig mehr tankt als 50, gibt ihm M. den Schein und sagt auf englisch, was wir wollen. Er steckt den neuen knackigen Schein in seine Hemdtasche und er tankt für 50. (Es gibt derzeit alte und neue Scheine, die anders aussehen.) Als er fertig ist, verlangt er die 50 Peso. Wir sagen, daß wir es schon im Voraus gegeben haben, er behauptet, daß wir nichts gegeben haben und ruft seinen Kollegen hin. Der andere kann besser englisch, aber er will fast schon M. bestürmen. Beide Mexikaner sind ganz böse und agressiv. M. sagt dem Neugekommenen, daß wir einen ganz neuen Schein gegeben haben, er muß an dem dicken Geldhaufen der äußerste sein, er soll es zeigen. Die Zwei haben kein Interesse und wollen M. packen, sie wollen, daß wir wieder zahlen, wir haben aber kein Geld mehr, außer 2 Peso.  

Ich schreie ihm, er soll schon einsteigen. M. steigt ins Auto, haut die Tür zu und wir fahren ohne ein Wort weg, die Mexikaner schimpfen furchtbar hinter uns. Behh, wir wollen es kaum glauben, wo drei Wochen lang jeder Mensch so nett und hilfsbereit war, müssen sie uns gerade an dem letzten Tag verarschen. Die Lehre davon: niemand soll nirgends irgendwas im Voraus bezahlen! 

Die Autorückgabe verläuft ohne Problem, wir werden auch noch gelobt, wie gut die Autos in Ordnung sind (außer, daß sie bis zur Unkenntlichkeit schmutzig sind). Diesen Autovermiter kann ich mit ruhigem Gewissen jedem empfehlen!! Der Angestellte des Autovermieters fährt uns zum Flughafen, und wir sind 3 Stunden vor unserem Flug dort. Als wir in die Halle treten, es trifft uns fast der Schlag, weil dort eine 100-meterige Schlange steht. Es scheint so zu sein, daß wir die letzten werden, die einchecken. Aber bitteschön, hätten wir schon am Morgen rauskommen sollen?? Ich bin aufgeregt, ob es mit dem einchecken der Koffer (mit Umsteigen) klapp.  

Als unsere Koffer gewogen werden, kriege ich schon zweites Mal Hirnschlag. Sie wiegen (angeblich) 44 kg und die Mexikaner wollen pro Kilo 30 USD von uns abzapfen. Es ist aber mathematisch unmöglich. Auf dem Hinweg haben unsere zwei Koffer 37 kg gewogen. Also hätten wir jetzt 7 kg Plus?? Und während der Reise habe ich zahlreiche leere Antimückensprays, Sonnencremeflaschen etc. weggeworfen, wenn ich dies alles zusammenrechne, die waren bestimmt insgesamt 2 kg. Also, laut dieser Rechnung haben wir schon 9 kg Plus.  Es ist einfach unmöglich und wir sind sicher, sie wollen uns nur verarschen und Geld kassieren und die Waage ist ganz bestimmt absichtlich falsch eingestellt.  

Wir nehmen die Koffer zurück und fangen an alles umzuräumen, schwere Sachen in die Rucksäcke zu packen (was nicht leicht ist, weil was schwer sein könnte, das sind immer die Flüssigkeiten - Cremes etc. - die man nicht ins Handgepäck stecken darf). Na ja, es gibt schon schwere Sachen, aber keine 9 Kilos!! Wir nehmen die Wasserflasche mit dem Sand aus Tulum, die Reisebücher, die Muscheln und die Strandschuhe in die Rucksäcke rüber, die danach fast platzen und furchtbar schwer sind. Endergebnis: 40,2 kg. Wir dürfen weiter. :-)

Nach dem einchecken gehen wir in den, vor dem Flughafen liegenden Park und essen zu Mittag, was wir noch dabei haben. Dann geht schon alles schnell. Bei der Durchleuchtung werden die Rucksäcke noch extra nach Drogen untersucht. 


Im Flugzeug sitzen wir in der Mitte zu dritt und M. hinter mir. Vor uns sitzt ein ungarisches Paar, die ich anspreche und es kommt raus, daß wir uns schon in dem Mexiko-Reiseforum unterhalten haben. Was für ein Zufall??!! Wir heben um 16:15 ab, ich kann nicht schlafen, die Klimaanlage ist wieder so starkt, daß unsere Köpfe abfrieren (immer nur beim Rückflug so extrem - aber warum??). 

Laut mexikanischer Zeit landen wir um 02 Uhr in der Nacht in Frankfurt. Natürlich ist dort schon morgens 9 Uhr. Tot müde bummeln wir in den Labyrinthen des Riesenflughafens bis wir unseren Flug nach München finden. Wir kommen tot erledigt am Nachmittag an....Wir kratzen unsere Füße (wegen den komischen Stichen) genau noch bis Weihnachten. :-)  

Flughafen München:

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

1 Kommentar:

  1. Mal gut dass ihr so von der Tankstelle weggekommen seid....was für ein Abenteuer.

    lg Nova

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