Sonntag, 26. Juni 2011

Samos, Juni 2006/4.

25. Juni 2006, Sonntag: 7. Tag, ein lockerer Tag

Den heutigen Tag widmen wir für die Erholung. Wir wachen gegen 8:30 Uhr auf und gehen später ins Dorf zu spazieren. Wir setzen uns in die Bar, wo wir schon einmal bei dem Meeting waren und der Frappé so gut geschmeckt hat. Wir setzen uns direkt neben das Wasser und genießen den Blick auf die bunten Häuser, Fischerboote und Blumenpracht.




Auf dem Heimweg schauen wir alle Souvenirläden an. Wir essen zu Hause mittag, nur was einfaches aus der Konservendose. Wir dösen ein bißchen, und dann machen wir uns in dem stärksten Sonnenschein auf den 2-3 km langen, teilweise steilen Weg zum Tsamadou Beach. 




Heute mieten wir Liegen mit Schirm (6 Euro). Wir faulenzen nur und genießen es sehr. Heute wellt sich das Meer nicht stark und das Wasser hat wunderschöne Azurfarben. Ich denke heute öfter darüber nach, daß wir im Urlaub immer nur rennen, da wir möglicherweise alles anschauen wollen und sind immer nur tot erledigt und es ist der erste Tag in diesem Urlaub, aber vielleicht insgesamt von allem, wo ich es richtig spüre, was die richtige Erholung bedeutet: wir tun nur baden, uns sonnen, Magazine lesen, faul liegen und nachdenken. Es ist so ein schönes Gefühl, ich denke, ich möchte für immer hier bleiben. :-) Wir bleiben bis halb 7 und dann spazieren wir ins Dorf zurück. 

Später gehen wir zum Abendessen, aber davor erst zum Autovermieter. Der Kerl erinnert sich nicht mehr an uns und macht ein Angebot statt 35, für 25 Euro/Tag für dass Auto. Er will nicht weitergehen, nur als er schon unsere Daten aufnehmen will, schwenkt M. das Papier vom Rollermieten vor seiner Nase, daß unsere Daten schon bei ihm sind, dann auf einmal gibt er uns das Auto doch für 20! :-) So mieten wir einen kleinen Hyundai Atos für drei Tage für 60 Euro. Nach ein bißchen überreden geht er noch darauf ein, daß wir das Auto schon heute Abend mitnehmen dürfen. 
Wir gehen in die Taverne Meltemi, wo es uns nicht so 100%-ig gut gefallen hat, aber war eine sehr große Auswahl an Speisen. Schließlich bestellen wir beide gegrillte Garnelen. 5 Stücke sind auf dem Teller und es kostet 13 Euro. Auf Teneriffa können wir von 26 Euro ca. 5 kg kaufen. :D In der anderen Taverne auf der Hauptsraße war es auch billiger, dort waren 6 Stücke auf dem Teller für 7,20. Dann kommt noch eine 4-köpfige englische Familie. Der Mann ist so dick, daß sein Hintern nicht auf den Stuhl passt, er kriegt extra einen größeren Stuhl! Die sind sehr laut und spielen sich hier auf wie die Könige. Er wird von den Kellnern gleich als "Mr. President" angesprochen und ab diesem Moment vergessen die Kellner alle anderen Gäste. Wir wollten doch heute einen romantischen Abend (statt gestern) haben, aber dafür bekommen wir diese lauten, eingebildeten Menschen und unhöfliche Bedienung. Zwei Geschenkeouzos bekommen wir noch zum Schluß, aber wir sind froh als wir weggehen. 
Der Ouzo schießt mir gleich in den Kopf, daß ich einen Spaziergang brauche, um wieder zu mir zu kommen. Heute spielen die Niederländer in der WM und die Bars auf der Hafenpromenade sind alle voll, da man auf Großbildschirm-Plasmafernseher es sehen kann. Es herrscht hier eine richtig gute Stimmung, gefällt mir, daß die Fans (egal aus welchem Land sie kommen) sich hier so friedlich zusamemnsetzen.  


Später sitzen wir wieder auf unserem Balkon und da wir feiern wollen, trinken wir Bier und Wein. Gegen Mitternacht kommen unsere Nachbaren heim und fragen irgendwas. Die Antwort zieht sich so lang :-), daß wir dann bis 2 Uhr in der Nacht draußen sitzen und tratschen und zig Biere runterrutschen lassen...   
Ab jetzt haben wir dann keine "einsamen" Abende mehr. :-)  

26. Juni 2006, Montag: 8. Tag, Ausflug mit Auto

Dieser Tag ist der Anfang der zweiten Woche. Wir sind nicht fähig um 7 Uhr aufzustehen, haben wir nämlich in der Nacht zu viel getrunken. Aber weil wir das Auto haben und für heute großes Programm geplant haben, um halb 8 müssen wir schon aus dem Bett. Ich bin schwindelig und das Duschen hilft auch nichts. M. kriege ich kaum aus dem Bett raus er möchte am liebsten auf den Ausflug pfeifen und ganzen Tag nur im Bett faulenzen. Na, gut geht dieser Tag los. Trotz allen schaffen wir es um 9:15 mit unserem "Postauto" loszufahren. :D 


Wir fahren nach Westen, Richtung Karlovassi. Dort fangen drei Wege in drei miteinander parallelen Pässen an, die zwischen dem Ampelos-, und Kerkis-Gebirge auf die südliche Seite der Insel führen. Heute wählen wir den westlichsten davon. Nach Karlovassi dauert die Fahrt nur halbe Stunde. Als wir nach dem Dorf abbiegen, sofort empfängt uns ein Pinienwald. 


Der Weg ist märchenhaft, ganze Zeit fühlen wir den starken Duft des Harzes und hören die ganz laute Musik der Zykaden. Der Waldweg dauert nicht lang, danach kommt ein hügeliges Gebiet. Wir sprechen andauernd über Schlangen, ob es hier wirklich so große gibt, da unser Nachbar gestern Abend eine Geschichte erzählt hat, laut der gestern bei einem Wanderausflug im Wald angeblich eine 2 m lange Schlange ihm von einem Baum auf die Schulter gefallen ist. Wir wollen auf Samos auch wandern, aber nach solchen Geschichten geht unser Mut weg. Ich möchte eine solche Schlange hier sehen, da ich noch nie eine in der freien Natur gesehen habe. Als hätte ich sie bestellt, sofort liegt eine (überfahren) vor uns auf der Straße. :-) Wir steigen aus und schauen sie uns an. Ca. anderthalb Meter lang ist sie. Ab dann erkennen wir in jedem Baumast oder Gießschlauch eine Schlange. :-) 


Auf dem Weg Richtung Lekka sehen wir viele große grüne Geckos über die Straße laufen. Wir halten im Dorf, Kastanea an. Der Dorfplatz befindet sich auf einer Terasse über dem Tal, hier steht eine unglaublich große Platane. Wir parken hier und laufen im Dorf herum. Mir gefallen die Dorfkirchen auf Samos sehr. Die sind überwiegend aus Naturstein gebaut und haben schöne Glockentürme und weiß-blaue Kuppeln. Diese Dörfer haben einzigartige Stimmung. Keine Spuren von Touristen sieht man hier und die Einheimischen schauen uns wieder so an, als wenn wir Marsbewohner wären. Sind aber sehr nett, jeder grüßt uns: Kali Mera.





Dann setzen wir uns am Dorfplatz auf die Betonringbank um die Platane und essen Sandwiches. Die Zykaden schreien so laut, daß man denken würde, wären hunderte auf dem Baum. Hier grabbelt irgendein Käfer unter meiner Hose hoch, und ich verstehe es nicht, wie er es geschafft hat, da ich nichts davon merke, nur als ich aufstehe und grabbelt was bei meiner Leiste. Ich werde fast ohnmächtig vor Angst und Ekel, da ich es nicht wissen kann, was da eigentlich drin steckt. M. lacht nur über mich statt zu helfen und ich stehe dort voll mit Panik, halte das Vieh fest zwischen meinen Fingern in der Hose, damit er nicht weitergrabbeln kann und werfe verzweifelte "Hilfe-Blicke" an M. 


Ich halte einen 4-5 cm langen harten Käfer fest und würde am liebsten es gar nicht wissen wollen, was es sein kann! Schließlich schaue ich rum, niemand ist da, ich ziehe die Hose aus und bin froh, daß mein Bewohner weg ist. :-) Aber danach habe ich noch stundenlang im Auto sitzend immer wieder daß Gefühl, als irgendwas in meiner Hose oder am Rücken grabbeln würde.
Üppige Vegetation begleitet uns ständig, ich gucke nur verzaubert, was hier alles wächst. 



Wir halten am Straßenrand an, wo 2 m hohe Diesteln blühen und Bienen von ihrem Nektar schlemmern. Unter der Straße ist ein Bachtal, wo alles mit riesigen, blühenden Oleandern und gelb blühenden Ginstern zugewachsen ist. Genauso wächst überall in Büschen der Rosmarin und Oregano. Alles duftet sehr intensiv.  Am Ende des Paßes sehen wir große Windräder am Hang. Wir erblicken die südlichen Küsten der Insel und das, im Hang liegende Dorf, Marathokampos. Hier halten wir als nächstes an. Das Dorf hat mehrere Kirchen. Es ist ein Erlebnis in den engen, kurvigen. labyrinthmäßigen Straßen, zwischen mit Blumen vollgewachsenen Gärten und schönen alten Häusern zu spazieren. 





Dann fahren wir zur Küste runter, nach Ormos Marathokampos. Es ist auch ein schönes Dorf, aber hier können wir kaum mehr die Mittagshitze ertragen. Wir spazieren nur ca. 10 Minuten, kaufen zwei Eiscreme und fahren weiter. 


Heute wollen wir den am äußersten liegenden, bewohnten Teil der Insel anschauen, wo die Straße aufhört.  Wir fahren durch die Dörfer Kampos und Votsalakia. Diese sind Urlaubsorte mit vielen Apartmenthäusern. Die zwei Dörfer sind zusammengewachsen und liegen langgezogen an der Küste. Beide besitzen lange kleinkieselige-sandige Küsten.


Dann sehen wir von der Straße den beliebten Strand, Psili Ammos. Danach geht die Straße schon bergauf. Zahlreiche Olivenbäume begleiten uns am Anfang, und dann wandelt sich die Vegetation in Pinien und Macchia um. Wir fahren immer höher und erreichen eine schöne Panoramastraße, von wo man den ganzen westlichen Küstenabschnitt einsehen kann. Wir sind schon im Kerkis-Gebirge, dessen höchster Punkt 1.433 m ist. Hier empfängt uns eine ganz andere Welt. Wenn wir aus dem Auto steigen, betäuben uns fast die starken und vielfältigen Düfte der Natur, eine Mischung aus Rosmarin, Thymian, Pinienharz und noch vielem anderen, wovon ich gar nicht weiß, was das ist. Der Duft von Samos. 




Schließlich kommen wir ins letzte Dorf, Drakéi an. Es steht hoch, oben auf dem Berg, besteht nur aus paar Häusern, es ist die Endstation der Insel. Es gibt hier nicht vieles zum Anschauen. Die Tavernen locken uns an, aber wir wollen jetzt hier nicht essen, da wir noch zum Strand wollen. Es gibt im Dorf eine Schiffsbauwerkstatt, in deren Hof wir ein halbfertiges Fischerboot sehen können. In der Nähe, unten an der Küste liegt eine winzige Siedlung, Agios Isidoros, wo nur Schiffbauer wohnen, aber wir finden den dahinführenden Weg nicht. 




Gegen 15 Uhr kommen wir zum Dorf, Limnionas an, welches einen sehr schönen Strand besitzt. In der Sonne kann man es keine Minute aushalten, ich schätze, es könnte so 50°Grad sein. Am Ende der Bucht spendet ein großer Baum Schatten, dahin gehen wir. Hier sind grobe Steine unter unseren Füßen, weiter ist der Strand sandig, aber dort gibt es keinen Schatten. Wir bleiben ca. 2 Stunden hier. Das Wasser ist eiskalt, wir gehen nur einmal kurz rein.
Auf dem Heimweg wählen wir jetzt von den 3 Pässen den Mittleren und kommen gegen 20 Uhr nach Hause.  Unser Abendessen ist heute eine Cremesuppe und griechischer Salat.  


M. schaut Fußball WM und ich gehe für eine Stunde in ein Internetbüro. Ja, es ist kein Café, nur ein kleines Büro mit 4 PC-s. Es ist sehr teuer, eine viertel Stunde kostet 1 Euro. Abends kommt heute kein Wind, es ist genauso heiß, wie tagsüber.  

27. Juni 2006, Dienstag: 9. Tag, Ausflug mit Auto


Heute stehen wir nur um halb 9 auf und um 10 Uhr fahren wir wieder in die selbe Richtung los, wie gestern. Unterwegs fahren wir auf den Berg rauf, in ein Dorf, das Ampelos heißt. Ampelos ist zauberhaft, so lieb, so ursprünglich und so viele Blumen schmücken es. In den Cafeterien des Dorfplatzes unter mächtigen Platanen sitzen nur alte griechische Männer. Ich möchte sie so gerne fotografieren, aber sie schauen mich mit stechendem Blick an und ich traue es mir nicht. Wir spazieren um das Dorf herum und schauen die Keramikwerkstatt an.






Dann fahren wir wieder nach Karlovassi und dort nehmen wir heute den dritten Paß. Wir können jetzt feststellen, daß der erste der schönste war, wo wir gestern durchgefahren sind. Der Weg schlängelt sich zwischen, mit Weintrauben eingepflanzten Hügeln. Lange kommt kein Dorf und dann erreichen wir  Kontaéika, wo wir aber nicht anhalten, sondern im nächsten Dorf, Platanos.




Dem großen Dorfplatz spendet eine alte riesige Platane Schatten. An allen Seiten des Platzes stehen die Stühle der Tavernen. Das Gesamtbild erinnert mich sehr stark an die Dörfer von der Insel Thassos. Oft fühle ich so, als Samos eine Mischung aus Korfu und Thassos, mit dem Baustil der Kykladen wäre. Die Stimmung ist allerdings sehr ähnlich wie auf Thassos. Gerade kommen in Platanos große Touristenbusse an und die Massen befallen den Platz und die Tavernen. Ich hätte auch Lust hier paar Stunden lang nur rumzusitzen und nur schauen. Hier gibt es auch diesen typischen halbkreisförmigen Brunnen, wie hier in jedem Dorf, aber hier versteckt er sich in einer Höhle unter einem Haus. 


Dann fahren wir in dem ausgebrannten Berghang über die Südküsten Richtung Pirgos. Die Aussicht ist atemberaubend. Rechts unten im blauen Meer reihen sich die Inseln: Samiopoula, Fourni, weiter weg Agathonissi, links begleiten uns die abgebrannten, wie Zahnstocher aussehenden Baumstämme des steilen Hanges. Aber unten wächst schon frisches Grün nach, diese zache Landschaft  kommt wieder zu sich. Wie man hier rings herum sieht, mußte hier in den Jahren 2000 und 2002 unfassbar großer Brand sein.

Ginster


Pirgos ist ähnlich wie die anderen Dörfer. Hier sind mehrere Keramikwerkstätten und ich könnte duzende Keramiken kaufen, wenn sie in unserer Wohnung noch Platz hätten. :-) Sie verkaufen auch Kräuter und Honig. Hier kaufe ich das beste Salatgewürz meines Lebens, was ich seitdem vermisse.


Von Pirgos führt ein einfacher Weg Richtung Pithagorio, aber wir biegen einmal falsch nach Süden ab und machen damit eine große Runde um die Umgebung, zum Schluß nochmal in Pirgos gelandet. :-) Diese Gegend  heißt Oros Bournias. Der Weg schlängelt sich wie eine besoffene Schlange in der hügeligen Landschaft und streift nur ab und zu kleine Dörfer. Überall wachsen mächtige Ginsterbüsche und schmücken die Gegend mit gelben, duftenden Blumen. Die kleine unbewohnte Insel, Samiopoula, liegt direkt neben uns. Das Panorama ist wunderschön. Später können wir auf die Kampos-Ebene, bis nach Pithagorio runterblicken, wo wir auch noch den Flughafen klar sehen können. Um das Dorf, Mili liegen endlose Orangenhaine, die Baumäste brechen fast von der Last der reifen Früchte, die teilweise schon faulend auf dem Boden liegen und spenden einen betäubenden Geruch der Umgebung. Von dem Weg bekommen wir einen wunderschönen Blick auf das Kloster Megalis Panagias.


Wonach dann wir wieder in Pirgos landen, fahren wir schon auf dem richtigen Weg nach Koumarades, wo auch ganz viele Keramikläden sind. Hier sehen wir drei Blaukuppelkirchen. Hier erreicht die Hitze ihren Höchtspunkt und wir flüchten nach paar Fotos ins klimatisierte Auto zurück. Langsam haben wir Hunger, es wäre schön was zum Essen zu finden und dann auf einem Strand zu liegen.






Das nächste Dorf ist Chora, welches früher die Hauptstadt der Insel war. Das Dorf ist groß, aber wir haben keine Lust mehr in der Hitze es anzuschauen, wir setzen uns am Straßenrand bei einem Gyrosbuffet und essen beide Gyrosplatte. Das Fleisch ist sehr zäh, aber alles hat einen göttlich leckeren Geschmack, und ist auch billig. 


Von hier ist der langgezogene Strand von Pithagorio nur einen Katzensprung weit entfernt. Es ist schon 16 Uhr als wir dort ankommen. Wir packen unsere Sachen unter eine Tamariske und gehen schwimmen. Das Wasser ist wunderbar: kristallklar, seicht und gar nicht so kalt, wie wo anders war. Der Strand ist ziemlich überfüllt. Der Flughafen liegt direkt neben uns und ab und zu sehen wir mächtige Vögel über uns fliegen. Wir bleiben nur bis 18 Uhr, wir wollen noch in Pithagorio spazieren und auf dem Heimweg im Lidl einkaufen.  


Wir packen zusammen und laufen schnell zum Zaun des Flughafens, weil gerade ein Flugzeug landet. Es ist total cool nur paar Meter unter einer großen landenden Maschine zu stehen. 

In Pithagorio finden wir keinen Parkplatz, bzw. nur in dem äußeren Parkplatz, aber wir haben keine Lust so viel zu laufen. Da wir Auto haben, kaufen wir im Lidl 3x6 Wasser und einen Haufen Dosenbier, Getränke und Obst. Die alte Frau Katerina, die Besitzerin unseres Appartments, verbringt ihren ganzen Tag auf ihrem Balkon mit Beobachtung. Sie springt sofort auf, als wir das Auto in die Einfahrt abstellen (dürfen normalerweise nur am Parkplatz hinter der Kirche, welcher ca. 100 m weit ist, parken). Sie beobachtet uns wie eine Eule von dem Baum und wir denken, sie kriegt bestimmt Panik, als sie es sieht, wie viele Sachen wir reintragen, sie denkt bestimmt, wir wollen hier nie ausziehen. :-)  

Ich packe aus und finde unsere Badehosen nicht. Mir fällt es schon ein, wir haben sie zum trocknen auf den Baum gehängt und in der großen Eile, daß wir das landende Flugzeug sehen, haben wir sie bestimmt dort vergessen. M. hat nur zwei Hosen, er braucht sie, und mir ist sie meine Lieblingsbikini, also bleibt nichts anderes übrig, wir müssen nach Pithagorio zurück. Wir duschen und wollen los. Unsere Nachbaren sitzen auf dem Balkon und wir erzählen ihnen was los ist, und fragen, ob sie mit uns nach Pithagorio wollen. Sie wollen. Ich packe noch die Taschenlampe ein, ich rechne damit, daß der Wind die Hosen schon lange vom Baum geblasen hat und wir müssen sie am Strand in der Dunkelheit im Sand suchen.


Aber unsere Lieblingsbadehosen hängen genauso auf dem Baum. Große Steine fallen von unseren Herzen.  Wir lachen nur über uns. Pithagorio ist zauberhaft, abends noch schöner als tagsüber. Die wunderschönen Yachten die tags rausfahen, ankern jetzt alle im Hafen, der mit Laternen so schon ausgeleuchtet ist. Die Promenade wimmelt von Menschen und wir setzen uns nach einem kurzen Spaziergang in die bequemen Sessel einer Bar. Ich trinke leckeren Frappé mit Eis drinnen und wir haben einen sehr angenehmen Abend mit unseren Nachbaren. Wir kommen erst um Mitternacht zu Hauese an und amüsieren uns noch bis halb 3 auf dem Balkon. :-)
Wir haben keine Lust morgen nochmal eine Inselrundfahrt mit dem Auto zu machen, wir haben sowieso schon fast alles gesehen. Nur die Heraion (antike Ruinen) haben wir noch nicht angeschaut, aber ehrlich gesagt interessiert es uns gar nicht. Nach den mehreren duzenden Ruinen von vorigem Jahr von dem Peloponnes wollen wir erstmal keine Ruinen mehr sehen. :-) Wir bräuchten eigentlich für morgen das Auto gar nicht mehr. 

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Kommentare:

  1. Eigentlich verwunderlich, dass du nach den ganzen, teilweise abenteuerlichen Urlauben und Wanderungen doch so viel Angst vor Krabbelviecher und Schlangen hast ;-)

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  2. Warum? Hättest du nicht? Meinst du, gewöhnt man sich daran? ;-) Gott sei Dank, habe ich noch nie ein gefährliches (giftiges) Tier körpernah erlebt, aber möchte auch nicht. :-)

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