Donnerstag, 7. Juli 2011

Teneriffa 2010/3.

20. Oktober 2010, Mittwoch

Dieser Anblick empfängt uns jeden Morgen auf dem Balkon:

Paar Bilder aus Puerto de la Cruz:



Heute weckt uns um 8:30 Uhr der Wecker meines Handys. Heute sieht es nach schönem Wetter aus und ich habe große Lust wieder den Botanischen Garten anzuschauen. Gegen 10 Uhr spazieren wir zum Botanischen Garten rauf, der uns noch ein viertes Mal auch neues geben kann. Wir verbringen hier viel Zeit und ich fotografiere sehr viel: 

















Wenn jemandem es nicht auffallen würde, da guckt nämlich eine Hexe zwischen den Zweigen raus, so, ich helfe mal ein bißchen: 









Paar Bilder von dem Weg nach Hause,
der Strand Lago de Martianez
Puerto de la Cruz



Gegen Mittag kommen wir in unser Zimmer und essen nur was kaltes zum Mittag und packen unsere Strandsachen zusammen, wir fahren nämlich zum Playa de las Teresitas. Wir nehmen außer unserer Strandsachen nichts anderes mit (wegen Stehlen) und deshalb kann ich auch keine Fotos von hier machen. Ein älteres Bild von mir von dem Strand:


Wir haben heute Glück, es sind nur wenig Menschen da und die Wolken ziehen auch über das Anaga-Gebirge, so daß ihre Ränder bis zum Strand hängen, aber kommen nicht über den Strand. Das Wasser des Ozeans ist überraschend angenehm lauwarm, so warm war es noch nie als wir früher hier waren. Wir genießen das Baden hier. Alles ist wunderbar, das Wasser ist total klar und wir haben einen schönen Platz im Schatten einer Palme. Wir bleiben hier ca. 2 Stunden, was wir mit sehr angenehmen relaxen verbringen, dann kommt starker Wind und wir frieren uns, deshalb fahren wir weg.

Erst gehen wir nach Hause zu duschen und dann in den Alcampo, weil hier die größte Auswahl von Fisch ist und wir möchten möglicherweise jeden Tag eine andere Sorte ausprobieren. Wir kaufen Garnelen und einen Fisch. Die 400 g großen Garnelen kosten nur 3,50 Euro! Die Zeit vergeht wahnsinnig schnell, es wird schon 8 Uhr, bis wir wieder daheim sind. Im Hof ist schon wieder die nervende Livemusik - es ist der einzige Grund, daß wir vielleicht einmal doch wo anders wohnen würden. Ich koche von den Garnelen mit Gemüse und Gewürzen und Reis gemischt eine paellaähnliche Speise, den Fisch frieren wir für morgen ein. 


Nach dem Abendessen gehen wir gegen halb 10 in die Altstadt, die von uns ca. 15 Gehminuten weit entfernt liegt, und oft mit vielen Treppensteigen kombiniert ist. Dort treffen wir einen 69 jährigen Mann, den ich im deutschen Teneriffa Forum kennengelernt habe, der seit 26 Jahren immer wieder auf die Insel zurückkehrt und wandert viel und kennt sich gut aus. Die Bar, wo wir uns treffen (ich habe den Namen nicht gemerkt) ist selbst ein Erlebnis. Örtliche Musiker spielen typische spanische Livemusik und öfter treten Menschen aus dem Publikum zum singen auf. Die Bar ist bis zum Platzen voll (reden kann man kein Wort, so laut ist es). Für uns ist es ein besonderes Erlebnis, da wir auf Teneriffa nie ausgehen und weil wir normalerweise in eine solche Bar nie reinsitzen würden. Unser neuer Bekannte (nennen wir ihn H.) sitzt jeden Abend in dieser Bar, er ist ein sehr lustiger Kerl. Da wir neben der Livemusik einander nicht hören können, spazieren wir noch später zu H's Hotel, daß wir einen gemeinsamen Ausflug besprechen können. Von hier brauchen wir ca. halbe Stunde nach Hause und müssen etliche Treppen hochsteigen. Wir kommen um Mitternacht heim und es ist noch 23° Grad draußen. Seltsam warm so spät. Wir sitzen noch lange auf dem Balkon.  

21. Oktober 2010, Donnerstag

Dieser Urlaub läuft unter dem Motto: Faulenzen :-). Wir schlafen lang und wir haben keine Lust irgendwas zu unternehmen, aber gegen 11 Uhr fahren wir nach El Sauzal, da ich paar schöne Fotos machen möchte und 2004 waren wir schon hier, ich erinnere mich, was für einen schönen Ausblick man auf die Steilküsten hat. Offensichtlich wohnen hier nur reiche Leute, überall stehen wunderschöne Villen und alles ist gepflegt. Die Straßen sind arg steil und voll mit bunten Blumen, aber auch ausgestorben, als ob hier nur die reichen Häuser stehen würden, aber ohne Bewohner. Man hat von hier einen wunderbaren Blick auf die Nordküste und auf den Teide. Die Insel ist einzigartig. Man kann ihre Naturschönheiten gar nicht beschreiben. Einmal möchte ich hier längere Zeit (Monate) verbringen. Wir sagen fast gleichzeitig, daß kein Zweifel besteht, daß wir in zwei Jahren wieder kommen. Die Sinnesorgane werden verrückt von den vielen Eindrücken: mit unbeschreiblicher vielfältiger tropischer Vegetation bewachsene Berghänge, felsige wilde Steilküsten, tiefblauer Ozean und der genauso blauer Himmel, der sich mit dem Wasser des Ozeans irgendwo an der Grenze des Unerkennbaren trifft, und die, in der Ferne auf dem Himmel schwimmenden Wolkenpinsel spiegeln sich als weiße Flecken auf dem spiegelglatt scheinenden Ozean. Wir schauen wie in Trance gefallen Minuten lang es an. Ohne Frage kommt die Antwort: eindeutig, es ist die Heimat unserer Seele, wir sind ewige Gefangene der Insel geworden. 






Das selbe Bild von 2004 (leider mit einer Lampensäule drin), zwischen den Wolken sieht man den schneeigen Teide



Von hier fahren wir zu dem, bei La Laguna liegendem riesigem Decathlon Sportgeschäft. Am Parkplatz sage ich M., er soll seine Sonnenbrille mir geben (weil wir sie früher hier gekauft haben, nicht daß damit ein Problem gibt) und schmeiße sie mit meiner zusammen ins Handschuhfach... 
Diesen Laden können wir nie im Urlaub auslassen, weil hier eine unglaublich große Auswahl an Sportklamotten ist, oft sind günstige Aktionen, und weil es bei uns in Deutschland nicht gibt (bzw. nur in Norddeutschland). Wir verbringen hier heute 2,5 Stunden und kaufen sehr viele T-Shirts und andere Anziehsachen sehr günstig ein. 
Als wir rauskommen, sehen wir, daß es bewölkt und windig geworden ist. Wir setzen uns ins Auto und ich lange sofort ins Handschuhfach nach den Sonnenbrillen. Dann überkommt mich ein unerklärbares Phänomen: meine Brille ist nicht mehr drin, nur M's. Es wird sich nie erklären, was passiert ist, es bleibt uns nur eine nervende Reihe des Herumrätselns. Es tut mir sehr leid, da in diesem Sommer in Griechenland meine Sonnenbrille auseinander gebrochen ist und ich habe dort eine neue gekauft und sie hat so gut gepasst. Leider müssen wir jetzt auch eine neue kaufen, weil ohne Brille überlebe ich nicht die starke Sonnenstrahlung. Ich sitze total mißmutig im Auto. 

Zu Hause essen wir Kleinigkeiten und gehen zum Pool runter. Überall war eine Wolkendecke bis wir heimgefahren sind, aber hier brennt die Sonne. Später gehen wir in die Stadt eine neue Brille zu suchen, aber in den Küstenboutiquen gibt es nur billigen Schund und ich brauche was ernsteres, sportlicheres, nicht solche hässliche Modebrillen. Es vergeht viel Zeit mit der Suche und ich finde nichts und meine Stimmung ist schon furchtbar schlecht. Wir haben keine Lust mehr zu suchen und den ganzen Nachmittag damit zu verschwenden. Aber ich brauche was für den morgigen Ausflug, so fahren wir ins Einkaufzentrum La Villa. Dort gibt es einen Brillenladen, aber dort sind nur Markenbrillen, über hundert Euro, so habe ich es auch nicht gedacht. Schließlich finden wir in einem Sportladen, für Mittelpreis eine ernste Brille mit UV-Schutz. 
Wir kommen erst leider um halb 9 nach Hause und so verschiebt sich unser Abendessen auf ganz spät. Heute machen wir den gestern tiefgefrorenen länglichen Fisch, aber er schmeckt uns nicht, weil er sehrt viel Fett hat.  Aber er ist mächtig und wir werden beide locker satt damit. 

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

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