Freitag, 8. Juli 2011

Teneriffa 2010/4.

22. Oktober 2010, Freitag

Wir stehen um halb 8 auf und es ist noch stockdunkel. Wir holen um 9 Uhr H. an einer Tankstelle ab und fahren ins Anaga-Gebirge, zu wandern. M. hat im Frühjahr einen Skiunfall, und dabei in seinem linken Knie Kreuzband- und Innenbandriß gehabt. Er wurde operiert und seit dem sind wir noch nicht gewandert, bzw. keinerlei Sport gemacht. Wir wissen noch nicht, wie weit er beweglich ist, oder von der Anstrengung Schmerzen haben wird, oder überhaupt wie er belastbar jetzt ist. Deshalb haben wir eine leichte Wanderung ausgewählt. H. verbringt 3 Wochen auf der Insel und geht jeden Tag wandern. Er, mit seinen 69 Jahren ist fiter als wir mit unseren 35-37. Ihm macht es gar nichts aus, er kletterte schon öfter auch auf den Teide rauf, und es auch noch in der Nacht bei –15° Grad, damit er von oben den Sonnenaufgang sehen kann. Wir haben großen Respekt vor ihm. Heute haben wir super sonniges Wetter und die Landschaft ist hier atemberaubend. Unser Ziel ist der Roque de Taborno. 











Wir laufen aus dem Dorf, Taborno los. Unsere kleine Tour dauert nur 2 Stunden und es sind kaum Steigungen dabei, aber in dem starken Sonnenschein ist es für uns beide doch eine Anstrengung. Die Natur entschädigt uns aber für unsere Qualen, von ihrer Schönheit kann man nie satt werden.  














Nach der kurzen Tour fahren wir ins Dorf, Chinamanda, wo wir uns in ein stimmungsvolles kleines Restaurant reinsetzen. H. möchte hier mittagessen, wir nicht, weil wir für die Ausflüge immer Sandwiches packen. Wir trinken nur was und essen Eisceme und lassen unseren Speichel laufen, wie wir den Hasen von H. anschauen. Er gibt uns was zu probieren und es schmeckt sehr lecker. Nach dem Essen spazieren wir noch im Hang soweit raus, daß wir Blick auf den Ozean kriegen. Die Landschaft ist märchenhaft.  





Dann kriege ich plötzlich ganz strake Migräne und ich werde wahnsinnig müde, daß ich mich im Auto sitzend kaum mehr wach halten kann. Wir halten nur noch bei einem Aussichtspunkt an, und fahren nach Hause. Wir lassen H. bei unserem Hotel aussteigen, er spaziert nach Hause und wir liegen schon um 16 Uhr am Pool. Das Schwimmen erfrischt uns so schön. Gegen halb 6 sind wir schon so erledigt, wie die ausgepressten Zitronen. Vielleicht ist die starke Sonne schuld. Wir wollen nicht am Pool einschlafen, gehen lieber rauf und später in die Stadt um Fisch zu kaufen. Heute kaufen wir eine Dorade, zwei kleine rötliche Fische und graue Langusten, die ganz groß sind, aber beim anbraten genau so rosafarbig werden, wie die normalen Garnelen. 




Unser Abendessen ist sehr lecker und ausgiebig. Ich halte heute nicht mehr lang aus, gegen 22 Uhr kleben schon meine Augen zu und ich gehe schlafen. 

23. Oktober 2010, Samstag

Heute schlafen wir länger und fahren ziemlich spät erst los, Richtung Garachico. Heute haben wir auch strahlenden Sonnenschein. Es ist selten, daß tagelang so schönes Wetter auf der Nordseite der Insel bleibt, wo der Regen häufig ist. Das Wetter ist total klar, nicht nebelig, man hat einen weiten Blick. Erst spazieren wir ein bißchen in Garachico und dann fahren wir durch die Berge nach Süden, um einen schönen Strand zu suchen, wo wir dann den Nachmittag verbringen können. 

Garachico





"Brokkolibaum" :D





Wir fahren öfter zu der Küste runter, aber finden keinen schönen, ruhigen Strand. In dem Sinn kann kein Land Griechenland schlagen! La Arena gefällt uns sehr gut, aber dort sind starke Wellen. Der Strand von San Juan ist ausgesprochen häßlich, und steinig, dort ist aber das Wasser ruhig. 

La Arena

Es ist ein wahnsinnig heißer Tag und die Stunden rennen uns unglaublich schnell vorbei. Es ist schon 14 Uhr und wir sind noch immer am suchen. Schließlich gehen wir zu der Küste bei Costa Adeje runter, wo wir schon einmal 2006 kurz waren, als wir zu der Delfinbeobachtung gekommen sind. Hier schützen künstliche Wellenbrecher den Strand. Wir gehen in die letzte Ecke, wo es keine Wellen gibt. Das Wasser ist kristallklar, angenehm warm, der Sand ist schwarz, und es gibt einige Sonnenliegen wo wir uns unter einen Schirm hinlegen und komischerweise kommt die ganze Zeit niemand dafür Geld zu nehmen.  


Wir genießen hier sehr das Baden, die Sonne und die Erholung. Nach 17 Uhr gehen wir auf der Küstenpromenade spazieren und zum Schluß essen wir in einem Mc Donald's. Gegen 18 Uhr fahren wir los und es dauert nur genau eine Stunde über die südliche Autobahn nach Hause zu fahren. Nach dem Flughafen Süd wird es immer mehr bewölkt und bei dem Flughafen Nord kommen wir schon in einen Regenschauer und in dichten Nebel, daß wir kaum paar Meter sehen können. Wir kaufen im Alcampo ein, zum Abendessen wieder Sama Fisch. 
Es wird schon 20 Uhr bis wir heimkommen und den Fisch mit Reis und Gemüse zubereiten. Im Hof schreit wieder die Musik, das übliche... Unser Abendessen ist lecker, wie immer. Bis Mitternacht sind wir wach. 

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

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