Sonntag, 14. August 2011

Kos 2008/4.

Siebter Tag – 22. September 

Wir stehen um 8:40 Uhr auf, wir wollen heute den ganzen Tag bei unserem Lieblingsstrand verbringen, aber der Himmel ist total bewölkt und es sieht nach Regen aus. Wir müssen anderes Programm herausfinden. So fahren wir lieber zu paar Bergdörfer. Erst halten wir in Zipari an, und biegen dort auf eine Nebenstraße, wo das Schild antike Kirchenruinen hinzeigt. Wir sehen hier den Friedhof des Dorfes und weil sie uns auf Samos und Karpathos schon so gut gefallen haben, schauen wir hier auch rein. In diesem Friedhof schreit die Reichheit von den Gräbern, mächtig große Marmordenkmäler sind überall, die von den unterschiedlichsten Farben und Sorten von Qualitätsmarmor gemacht sind. Ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen, woher die Griechen so viel Geld dafür haben. Was mir hier am besten gefällt, daß auf jedem Grabstein das Foto des Verstorbenen steht und zwar kein richtiges Foto, sondern auf einer Keramikplatte, so Keramikfotodruck, oder keine Ahnung, wie es man nennt. Die Ruinen, wegen denen wir hierhergekommen sind, sind sehr klein und eigentlich nur paar Steine, nichts Interessantes.  



Wir wollen jetzt nach Zia, um dort mittagzuessen, aber als wir auf dem steilen Weg nach dem Dorf tuckern, fängt es schon zu regnen an. Gerade, als wir ankommen, gießt es schon sehr stark. Wir flüchten in jeden Souvenirladen rein, aber der Regen hört nicht auf. Wir bummeln durch ganz Zia, nach traditionellem Essen suchend, aber wir finden nichts. Schließlich setzen wir uns auf der Hautstraße in eine Taverne rein. Viele andere Leute machen es genau so, so werden die Restaurants schnell voll. Wir bestellen vier unterschiedliche Vorspeisen, als Hauptspeise. Der Regen hört nicht auf, sondern wird noch stärker. Wir sitzen hier ewig und bestellen noch Joghurt mit Honig, aber er ist nicht so lecker, wie auf Kalymnos war. Irgendwann müssen wir weg, wir können nicht ewig hier sitzen und alles bestellen, was sie haben. Wir zahlen 26,50 Euro. Es hat sehr abgekühlt und wir machen uns auf den Weg nach Hause. M. will seine Trekkingsandalen nicht kaputt machen, so zieht er sie aus und zieht die Surfschuhe an. Ich kann mit dem Lachen nicht mehr aufhören, wie ich uns anschaue: wir ziehen die Windjacken an, deren Kapuzen auf unsere Köpfe, dann darüber den Helm und unten haben wir die Badeschuhe an. Super idiotisch sehen wir aus! :-) Die Pfützen bilden schon Seen auf den Straßen und wir werden natürlich pitsch naß, bis wir nach Hause ankommen.

Bis wir heimkommen, hört der Regen auf. Wir trocknen uns, ziehen uns um und essen heiße Tütensuppe. M. legt sich hin und ich lese Buch, aber ich werde vom Lesen auch schnell müde und lege mich auch hin. Erst drei Stunden später werde ich wach und M. schläft noch. Draußen ist total regnerisch. Ich mache zum Abend Horiatiki. Später regnet es nicht, wir gehen einkaufen und dann spielen wir im Zimmer Karten. Da heute die Sonne nicht geschienen hat, gibt es auch kein warmes Wasser. Das Wasser ist eiskalt. Na super! Ich stärke meine Seele mit einem Ouzo und brause mich ganz schnell ab. 

Achter Tag – 23. September 

In der Hoffnung, daß heute besseres Wetter wird, stellte ich den Wecker auf 8:30. Und es wurde sonnig! Wir fahren durch die ganze Insel zu unserem Lieblingsstrand, aber davor wollen wir noch einen anderen anschauen. Also, erst baden wir beim Camel Beach. Er hat eine, mit Felsen umgebene, ruhige Ecke, dort legen wir uns hin. Das Wasser ist ewig seicht und wunderbar kristallklar. Wir fühlen uns hier wohl und gehen erst weiter, als wir Hunger bekommen. Ich möchte in der Magic Taverne über dem Polemi Beach essen. Die Aussicht finde ich fantastisch, vor der offenen Terasse hängen bunte Bougainvilleas rein und ein großer grüner Baum steht vor dem endlosen blauen Meer. Leider enttäuscht uns das Essen schon wieder. Ich esse junge Ziege vom Backofen, M. eine griechische Mischplatte, aber alles schmeckt nicht zu gut. Meine Ziege sieht auch so aus, als ob zum Stein verbranntes Lammkotlett wäre. Wir zahlen 19,90 und gehen auf den geliebten Strand runter. Wenn ich Kos besser gekannt hätte, hätte ich die Unterkunft in Kamari gebucht.  

Camel Beach
Polami Beach


Wir gehen schon automatisch zu der "FKK-Abteilung" des Strandes und legen uns ganz an den Rand des Wassers. Hier fällt die Sandküste steil ins Wasser und durch die Brandung entstehen mehrere Sandbänke, dann kommt ein kieseliger Teil, wo einige Pfützen sind und dann hinten die großen Sanddünen. Das Meer wellt sich heute kaum, sein Wasser ist kristallklar und seine Temperatur ist angenehm, die Sonne brennt heute nicht, nur streichelt uns. Ich könnte es hier ewig genießen. Ich sammele Sand in eine leere Trinkflasche, er ist unglaublich kristallmäßig, die vielen viereckigen Kristallen glänzen in der Sonne. Ich genieße hier jede Sekunde und wir bleiben bis zum Sonnenuntergang.


Wir kommen spät heim, so haben wir wieder kein warmes Wasser, aber ein bißchen lauwarm doch, nicht so eisig wie gestern.  Wir gehen dann in Mike's Taverne, welche an der, nach Kos Stadt führenden Hauptsraße steht. Der niederländische Besitzer empfängt uns sehr freundlich. Die Auswahl ist hier auch sehr für die Engländer gedacht, aber man finden auch was griechisches. Ich esse Mussaka und M. gegrillten Schwertfisch. Beide sind lecker und wir bestellen noch zum Schluß eine große Portion Joghurt mit Honig und Früchten.  Schließlich platzen wir fast. :-) Mit zwei Bieren bezahlen wir 26,50 Euro. 

Neunter Tag – 24. September

Wir schlafen bis halb 10. Es ist wieder schönes Wetter, heute fahren wir zu der Embros Therme, wovon jeder, der schon dort war, so begeistert erzählt. Zu sehr interessiert uns dieser Ort nicht, aber anderes Programm fällt uns nicht ein. Unterwegs sehen wir die Küsten von Psalidi und finden sie ganz häßlich. In der Umgebung stehen alle 4-5 Sterne Hotels von Kos. Die kurvenreiche Straße führt am Felsrand und bietet ein sehr schönes Panorama. Man kann von hier den Vulkan von Nissiros erkennen. Heute brennt die Sonne gnadenlos. Wo die Straße aufhört, gehen wir noch ein Stück zu Fuß zu den Heißwasserquellen weiter. Ich will nicht rein, aber M. probiert es aus. Ich hänge nur meine Füße rein, aber mir ist es zu heiß, kaum zu ertragen. Ich verstehe nicht, wie können da Leute so lang drin sitzen. Ein Mann setzt sich direkt in den Kanal, wo das heißeste Wasser aus dem Fels rauskommt! Alles riecht nach verfaulten Eiern!


Hier kommen die Gase aus dem Meeresboden aus
ein Heißwasserbecken 
Kos Stadt

Wir fahren nach Hause um paar Sachen zum Strand zusammenzupacken und fahren dann zum "Public Beach" in Lambi. Wir finden eine angenehme Stelle, sandig-kieselig, und das Wasser ist wunderschön klar. Wir bleiben bis halb 5 und stellen das Mofa im Hof (mit gestecktem Schlüssel) ab, da es sein Besitzer abholen will und fahren dann mit dem örtlichen Bus nach Kos Stadt. Der Bus fährt in jeder viertel Stunde und kostet 1 Euro pro Person. Wir bummeln wieder durch die ganze Stadt und werden langsam hungrig.


Wir setzen uns in einer sympathischen Straße in eine Bar, deren Stühle draußen, unter Weintrauben stehen. Hier essen wir noch einen letzten Joghurt mit Honig (die zwei kosten 7 Euro!). Dann fahren wir mit dem Bus heim. Ich packe Koffer, und wir spielen noch bis Mitternacht Karten auf der Terasse.   

Zehnter Tag – 25. September, die Heimreise

Wir müssen um 6:30 Uhr aufstehen und um 8:15 holt uns Marion ab. Am Flughafen stehen bis nach draußen die schlängelnden Reihen. M. schaut rein und sieht, daß die Leute alle zu den Theken der internationalen Charterflüge stehen und links, wo der check in von Aegean ist, steht kein Mensch. Der Angestellte behauptet, daß er die Koffer nicht durchgängig aufgeben kann, wir müssen sie in Athen holen und wieder aufgeben. Dann macht er es doch, aber sagt, daß wir nicht aus dem Transit raus müssen und wieder einchecken. Es ist ein bißchen chaotisch. Hoffentlich klappt alles, wir haben 1 Stunde und 20 Minuten zum Umsteigen. Der Flughafen von Kos ist zu klein für so viele Menschen, es ist ein furchtbares Irrenhaus, und überall nur Menschenmassen. Unsere Maschine müsste um 10 Uhr starten, aber sie ist 10 Minuten vor 10 Uhr noch nicht mal angekommen. Endlich fliegen wir mit 40 Minuten Verspätung. Ich bin sehr nervös, wie es in Athen wird. Wir landen um 11:15 und bis wir im Gebäude sind, haben wir nur noch eine halbe Stunde bis unsere andere Maschine startet. Wir rennen wie die Verrückten durch den ganzen Flughafen und verstehen noch immer nicht, warum der Angestellte auf Kos uns keine Boardingkarten für unseren zweiten Flug gegeben hat. Es geht alles gut, und wir schaffen es, da die Lufthansa Maschine auch 20 Min. Verspätung hat. :-)
Es war ein schöner Urlaub!

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

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