Samstag, 26. November 2011

Lanzarote - Teil 2.

10. November 2011 - Mein Geburtstag

Es passiert jetzt zweites Mal, daß ich meinen Geburtstag im Urlaub feiern darf. Wir feiern sowieso nie großartig, meistens gehen wir essen und hier kann es nur ein selbstgemachtes Fischabendessen  überbieten. 

Aber beginnen wir den Tag mit dem Morgen und nicht mit dem Abendessen...Ich habe den Wecker auf 8 Uhr eingestellt, aber ich bin schon um 7 Uhr wach und stehe auf und gehe auf den Balkon zum Frühstücken. Es ist ein bißchen kühl, aber geht noch. M. lasse ich bis 8 Uhr schlafen. Ich beobachte den Sonnanaufgang und das Personal beim Poolsäubern. Ich möchte runtergehen zu schwimmen, noch bis M. schläft, aber die Reinigung dauert ewig lang. 


Schließlich gehe ich um halb 9 zu schwimmen und das Wasser ist gnadenlos eiskalt. Der Ozean ist auch sehr kalt, aber das Wasser des Pooles ist noch kälter! Trotzden halte ich drin 20 Minuten lang aus und als ich raufgehe, bin ich nur ein Eiswürfel, den man auftauen lassen muß. Also ich stelle mich unter die warme Dusche (richtig heißes Wasser kommt nicht). Aber die Dusche schmelzt mich auch nicht auf, ich bleibe den ganzen Tag Eiszapfen. :-)
Leider ist der Himmel bewölkt, fehlen die Lichter zum Fotografieren. Die Luft ist trotzdem dunstig und es ist 25° Grad. 

Wir fahren dann nach Arrecife und dort finden wir eigentlich leicht einen Parkplatz und bummeln dann ca. 2 Stunden lang in der Stadt. Wir gehen zufällig durch einen afrikanischen Markt, wo ich eine einfache Kette kaufe, bzw. von M. gekauft bekomme, da ich doch Geburtstag habe (welche dann später bei dem ersten Anprobieren gleich auseinander fällt). Wir schauen die Festung an, und laufen viel um die Lagune herum. Arrecife ist nicht die schönste Stadt, aber hat doch auch paar hübsche Winkel. 










Was ich hier positiv finde, daß es überall immer öffentliche WCs gibt (im Rathaus oder wo anders) die immer sehr sauber und ordentlich sind. Diese Ordentlichkeit gilt auf der ganzen Insel, es wird aufgepasst, daß man keinen Müll hinterlässt und jeder öffentliche Ort ist schön gepflegt, überall gibt es Mülleimer, teilweise Mülltrennung und selbst die Kreisverkehre sind wunderschön gestaltet.  






Hier hängen leider die Ränder des Linsenschutzes in die Bildecken rein, da ich damit noch nicht umgehen konnte (habe neue Kamera).  
Bis Mittag kommt die Sonne raus und es wird ganz heiß. Aud der Hauptstadt fahren wir zu der Fundación César Manrique, wo der Künstler gelebt hat. Hier kann man außer des außergewöhnlichen Hauses einige Pläne und Gemälde Manriques anschauen. Seine Kunst steht von uns ein bißchen weit (obwohl ich ein Fan der Kunstwerke von Antoni Gaudi und Hundertwasser bin, Manriques Kunst ist mir irgendwie zu verrückt, zu viel). Der Eintritt ist 8 Euro/Person, was auf der Insel fast überall Standard ist und für einige Sachen halte ich es ein bißchen für zu viel. 











Unser nächstes Ziel ist Teguise, welches Dorf früher die Hauptstadt der Insel war. In seinem kleinen Zentrum gibt es einiges schönes zu sehen: Kirchen, ein Park; und oberhalb der Stadt thront die kleine Festung Castillo Santa Barbara auf einem vulkanischen Kraterrand. In Teguise brennt schon die Sonne. Wir spazieren, schauen alles an, was uns interessiert und fahren zu der Festung auf. Sie ist klein, innen interessiert sie uns nicht (6 Euro Eintritt), wir sind eigetlich wegen dem Blick hier raufgefahren und es hat sich gelohnt. Man sieht von hier mehr als die Hälfte der Insel. 


Weihnachtsstern (in Ungarn heißt es Nikolausblume!) mehrere Meter groß
Hier sieht man es besser, wie hoch sie ist. 


Teguise von der Burg gesehen, mit meinem starken Zoom

Wir wollen dann die nördliche Seite der Insel anschauen, aber wir sehen ein Schild, das auf den Jardin de Cactus hinweist und es will ich dann lieber sofort sehen, da ich Pflanzenverrückt bin und es auch eine gute Möglichkeit ist das Fotografieren mit der neuen Kamera zu üben. Also wir fahren dorthin. 
Der Jardin de Cactus ist auch eine Erschöpfung von Manrique. Der große, rundförmige Garten ist stufenartig von innen nach außen, in zentrischen Kreisen gerichtet. Auf jeder Stufe stehen ganz unterschiedliche Kakteenbesonderheiten. Hier zahlt man 5 Euro Eintritt. Wir verbringen hier sehr lange Zeit, da wir alles genau anschauen und ich ewig alles fotografiere. Der Garten gefällt uns sehr. 
























Das Zeichen fürs Klo für die Männer :-) 

Diese Aufnahme ca. von 3 Meter Abstand gezoomt!!!

Von hier fahren wir zu dem Mirador del Rio (Aussichtspunkt), was natürlich auch Manrique gebaut hat und zwar in eine Lavahöhle. Hier muß man 4,50 Euro Eintritt zahlen. Es bereitet sich gerade ein wunderschöner Sonnenuntergang vor, aber bis die Sonne ins Meer sinken wird, dauert es bestimmt noch eine Stunde, und so lang wollen wir nicht hier warten. Man hat hier einen fantastischen Blick auf das Inselchen La Graciosa und es ist sehr interessant, wie die steile Felswand sich nach innen biegend bis zum Meer runterrreißt. Hier kann man es sich mit ein wenig Fantasie sofort weiter vorstellen, wie es ein innerer Kraterrand eines eingestürzten Vulkans sein könnte und wie es dann unter dem Wasser auf dem Meeresboden weiterfolgt und in seinem Zentrum auf La Graciosa als ein kleinerer Vulkanberg wieder auftaucht. Wir wollten ursprünglich unbedingt auch auf Graciosa rüber, aber wie wir die kleine Insel von hier oben beobachten, entsteht in uns das Gefühl, es sei nicht nötig, sie scheint nicht so interessant zu sein, und dort muß man in der knaller Sonne stundenlang zu Fuß laufen, wenn man was anschauen will.  






Schließlich machen wir uns auf den Weg nach Hause und unterwegs sehen wir zwischen den Vulkankegeln wie die Sonne den Himmel mit wunderschönen roten Farben bemalt. 
Die eine Hauptstraße führt durch Arrecife und neben dieser entdecken wir einen größeren Laden (EuroSpar), hier halten wir zum Einkaufen an. Hier bekommt man alles, so kaufen wir für mehrere Tage unseren Lebensmittel- und Getränkebedarf und zwei mittelgroße Sama Fische. Außerdem noch ein Kilo tiefgekühlte winzige Sardellen und eine Glasschüssel zu dem Backofen (4 Euro). 

Zu Hause backen wir dann die Fische im Ofen, als Beilage gibt es Reis und Salat. Alles schmeckt super und ich hätte es auch nicht anderst gewünscht zu meinem Geburtstag.
Heute halten wir bis 23 Uhr wach aus. 


Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Kommentare:

  1. Also auch wenn es schon ein paar Tage her ist: dennoch meinen allerherzlichsten Glückwunsch nachträglich.

    Ich hatte früher immer das Glück im Urlaub meinen Geb. feiern zu können. War mir immer sehr Recht;-)

    Die Fotos sind echt klasse geworden und bringt mir Lanzarote ein Stück näher.

    Liebe Grüße

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