Donnerstag, 31. Mai 2012

Korsika 2003/2.

31. August 

Wir schlafen uns gut aus, es gibt keine Mücken, das Bett ist bequem. Nach dem Frühstück packen wir paar Sandwiches und fahren zu dem Strand von Liscia, welcher nur paar Kilometer entfernt von uns liegt. Wir haben gestern Abend mit unseren neuen Freunden besprochen, daß wir uns dort treffen. Der Strand liegt in einer langen  Bucht, er hat eine breite sandige Küste. Heute ist es hier mit Menschen voll und das Meer wellt sich sehr.




Wir legen uns in den Sand. Der Wind bläst ziemlich stark, die Bucht ist ein Paradies für Windsurfer. Man kann hier heute nicht baden, höchstens in dem seichtem Wasser zwischen den Wellen hupfen. Wir gehen etwa 100 Meter weit darein und das Wasser reicht noch immer nur bis zur Hüfte. Aber die Wellen kippen uns ständig um und drücken uns oft unter Wasser. Als wir rausgehen, sehen wir gerade M. und B. ankommen. Wir bleiben an dem ganzen Tag zusammen hier auf diesem Strand.

unser Apartment 

Unsere Unterkunft liegt ca. 4-5 km weit von diesem Strand. Unterwegs nach Hause halten wir bei schönen felsigen Buchten zum Fotografieren an und schauen in dem kleinem Laden unserem Haus gegenüber an, was man dort kaufen kann. Die Preise sind unrealistisch hoch und wir sind froh, daß wir große Getränke-, und einige Essensvorräte von zu Hause mitgebracht haben. Wir essen was und gehen zu dem Strand runter. Wir möchten entlang der Küste spazieren, aber es ist hier nicht möglich, weil sie von dem Felsen gesperrt ist.   Dann gehen wir wieder entlang der Hauptsraße Tiuccia zu entdecken. Es wird Abend und wir setzen uns wieder mit unseren neuen Freunden auf den Balkon zusammen und planen für den nächsten Tag. Sie haben nur eine Woche Urlaub hier, sie wollen jeden Tag was anschauen, wir möchten erstmal uns ein bißchen ausruhen, so planen wir für den nächsten Tag nichts größeres.

1. September

Wir sind auch nicht zu früh aufgestanden, erst am frühen Vormittag sind wir nach Ajaccio, der Inselhauptstadt gefahren, die ca. 15 km weit von uns liegt und der Geburtsort von Napoleon ist. Bei einem Strand finden wir Parkplatz und die mediterrane Stimmung mit vielen Palmen und Oleandern gefällt mir sofort. Entlang dieser Palmenpromenade spazieren wir in die Stadt rein.




Ich finde, daß es in der Stadt nicht so viel Interessantes anzuschauen gibt, paar Kirchen, das Geburtshaus von Napoleon, eine alte, ruinige Festung und einen wunderschöner mediterranen Platz mit der Reiterstatue von Napoleon.

Der Strand in Ajaccio 
Ajaccio liegt an dem Anfang einer Landzunge, die Richtung Westen ausragt, deren Spitze ist das Kap Punta de la Parata. Wir fahren dorthin, es kann ca. 10 km weit von Ajaccio sein. Hier klettern wir noch zu dem alten Wachturm auf und genießen den wunderschönen Blick:



Den Blick genießen wir lange und dann können wir die Souvernierverkäufer im Parkplatz kaum abkratzen, sie wollen unbedingt was verkaufen.  
Wir fahren nach Ajaccio zurück und halten noch kurz bei einem schönen Platz an, wo Napoleons Stehstatue ist und dann fahren wir entlang der Küste nach Süden, wir möchten einen schönen Strand zum Baden finden. Hier ist aber die Küste überwiegend felsig, zum Baden nicht geeignet. Endlich finden wir einen traumhaft schönen Strand, wo der Sand fast weiß und das wild wellende Meer wunderschön hellblau ist.



Wir baden hier, aber nur kurz, da das Wasser sofort tief wird und die Wellen ziemlich gefährlich sind. Dann merken wir, daß in dem Ende der Bucht eine geschützte Ecke ist, ca. 500 m weiter. Wir spazieren dort hin und man kann hier kaum glauben, daß es noch die selbe Bucht ist, wie vorher. Das Wasser ist hier ruhig, kristallklar und zwischen den Felsen kann man gut schnorcheln, wir sehen auch einen Octopus. Super Platz!

Wir bleiben ca. 2 Stunden hier, wir merken kaum, wie schnell die Zeit vergangen ist, ist schon fast 17 Uhr, und wir wollen noch Propriano anschauen. Wir denken, das Städtchen wäre nicht mehr weit von hier. Ist auch nicht weit, aber eine fürchterliche, löcherige Serpentinenstraße führt dahin. So wird es abends 19 Uhr als wir dort ankommen. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit hier zu bummeln, wir setzen uns auf eine Bank in dem schönem Yachthafen und essen frische Backwaren.


Die schlechte Küstenstraße wollen wir nicht nehmen, so bleibt als Alternative die Hauptstraße im Inselinneren. Die ist auch sehr kurvig und geht erst aufwärts, gleich erreichen wir ein komisches Dorf, Olmeto, dessen Häuser total schmal und länglich sind, sie stehen wie irgendwelche Türme. In der Mitte der ganz engen Hauptstraße ist eine Ampel, die paar Minuten lang nur von der einen Richtung, dann von der anderen die Autos durchlässt.


Nach dem Dorf kommt ein Paß und dann fahren wir über eine Brücke über den Fluß Taravo. Die Straße schlängelt und schlängelt sich endlos. Aber sie hat eine gute Qualität. Propriano liegt nur 86 km entfernt von Ajaccio, aber diese Strecke kostet uns doch etwas mehr als zwei Stunden zu befahren. Als wir Ajaccio erreichen ist schon längst dunkel und wir wissen wieder nicht, welche Richtung wir fahren müssen. Wir kommen sehr spät heim, genauso unsere Freunde von ihrem Ausflug. Die späte Uhrzeit hält uns aber davon nicht zurück, daß wir paar Bierchen auf dem Balkon gemeinsam trinken und unsere Erfahrungen von heute  bzw. den Ausflug für morgen besprechen. Morgen wollen wir gemeinsam nach Bonifacio. Jetzt wissen wir, daß die Fahrt bis Propriano schon lange dauert und das Dorf liegt erst auf dem halben Weg. So rechnen wir grob 3-3,5 Stunden für die ganze Fahrt. Sie möchten auf den Serpentinen nicht bei uns in dem Auto hinten sitzen, da würde bestimmt einer kotzen, sondern sie wollen mit ihrem Motorrad hinter uns fahren.

Kommentare:

  1. Sehr schoen und interessant, gerade weil ich dort noch nicht gewesen bin.

    Freue mich auf die Fortsetzung

    liebe Gruessle

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  2. Wunderschöne Fotos und Reisebericht!Vielen Dank dafür!

    Viele Grüße aus dem kühlen und verregneten Hamburg,
    Steffi

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    1. Hi, es ist sehr lieb von dir, danke. Ich schäme mich fast für die Bilder, daß so uralt sind und erreichen die Qualität von digitalen Fotos weit nicht...und du lobst sie. Danke :-) LG

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