Samstag, 23. Juni 2012

Kindereisenbahn in den Budaer Bergen

Am Samstag, den 16. Juni 2012 haben wir den ganzen Tag mit meiner guten Freundin und mit meinem Patenkind (ein 10-jähriges Mädchen) zusammen verbracht. Ich wollte wegen dem Blog mit der Kindereisenbahn fahren, damit ich darüber berichten kann. Es war über 40° Grad und es war sehr anstrengend in der Hitze.
Wir haben ganz zufällig eine nostalgische Fahrt erwischt, mit einer originalen uralten Dampflok. Es hat aber furchtbar gestunken und wir sind mit Ruß bedeckt worden während der Fahrt. Es hat trotzdem großen Spaß gemacht.

Hier die Karte, wie man dahin kommt. Wir sind von der weiteren Endstation stadteinwärts gefahren, so sind wir von dem Széll Kálmán Platz (ehemaliger Moszkva Platz) mit der Tramlinie Nr. 61. bis zur Endhaltestelle Hűvösvölgy; und von dort bis zur anderen Endstation dieser Kinderbahn, bis zum Széchenyi-hegy gefahren.

blau: Tram Nr. 61, grün: Kinderbahnlinie, lila: Zahnradbahnlinie

 Széll Kálmán (früher Moszkva) Platz

Endstation: Hűvösvölgy

Man hat 1947 entschieden, daß in den Budaer Bergen eine Schmalspurbahn angelegt wird. Es wurde Kindereisenbahn genannt. Die Bauarbeiten haben 1948 begonnen und die erste, 3 km lange Bahnstrecke wurde schon im Sommer 1948 fertiggestellt. 1950 wurde die ganze Strecke fertig. An dem Tag der Eröffnung hat die Bahn den Namen Pioniereisenbahn bekommen. 

Das Betreiben der Bahn hatte zwei Hauptziele. Erstens, daß man leichter zu der Kinderlagerstadt in Csillebérc hinkommen soll und zweitens, man wollte die 10-14-jährigen Kindern ins Betreiben der kleinen Bahn einbeziehen, damit sie die Fahrt mit dem Zug lieb gewinnen. 






Die Kindereisenbahn wurde sehr schnell auch im Kreis der Ausflügler beliebt. Die Bahn hält bei den populärsten Ausflugszielen in den Budaer bergen an. In den 1950-er und 1960-er Jahren sind jährlich ca. 700.000 Menschen mit dem Zug gefahren. In den Zügen haben Kinder (damals im Sozialismus hießen sie Pioniere) die Tickets kontrolliert und haben unterschiedliche Arbeiten machen dürfen. 

Diese Kinder bekommen eine Ausbildung und dürfen zwei Tage (mit der Erlaubnis der Schule) bei der Kinderbahn arbeiten. Es ist eine große Ehre diesen "Job" haben zu dürfen.

Bis zu den 1980-er Jahren ist die Bahn ziemlich verfallen, aber die Ungarische Staatsbahn (MÁV) hat den Neubau gefördert. Die ganze Strecke wurde zwischen 1989-1990 komplett neugebaut. 

Nach dem Regierungswechsel (1990) hat die Bahn den Namen Kinderbahn bekommen. 








Diese nostalgische Fahrt gibt es jeden Tag nur einmal (momentan um 13:45 Uhr). Die Fahrkarten kosten für Erwachsene 700 HUF, für Kinder 350 HUF und bei dieser nostalgischen Fahrt zusätzlich noch 200 HUF. Die Fahrt dauert ca. 45-60 Minuten.

Bei der Endstation muß man nur paar hundert Meter laufen und man kann in die Zahnradbahn umsteigen, mit der man wieder in die Stadt runterfahren kann. Die üblichen Fahrkarten gelten darauf, man muß nichts extra kaufen.



Man kann entlang der Kindereisenbahnlienie öfter aussteigen und Ausflüge machen. Berühmtes Ausflugsziel ist der Aussichtsturm "Elisabeth" auf dem Johannesberg (János-hegyi Erzsébet kilátó) von dem man dann mit einem Sessellift (Libegő) herunterfahren kann. 


Fotos von 2000 von mir

Kommentare:

  1. Das ist ja mal toll mit so einer alten Dampflock zu fahren und sich gemuetlich die Umgebung anzuschauen.

    Hab immer schon gesagt, sowas wuerde ich mir fuer die Insel wuenschen....von Nord nach Sued mit ner Dampflock, ein-und aussteigen wo man moechte :-)

    Tolles Wochenende euch Beiden

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Als ich Kind war, war ich fast jedes WE mit meinem Großeltern damit auf Ausflug gewesen. War jetzt eine schöne Erinnerung. LG

      Löschen