Mittwoch, 17. Juli 2013

Sardinien - Nordostküste

24. Juni 2013

Ich wache schon um 7:45 Uhr auf. Wir haben für heute noch kein Programm im Voraus besprochen, weil wir uns erst ausschlafen wollten. So lasse ich M. noch schlafen und gehe zu dem Pool zum Schwimmen.
Das Apartment ist sehr toll eingerichtet/ausgestattet, nur ein einziges Ding stört uns sehr, daß es keinen elektrischen Wasserkocher gibt und in einem mini Alukännchen dauert es je Kanne 15 Minuten über dem Gasherd, bis das Wasser für den Tee und Kaffee aufkocht. Es nimmt uns viel Zeit weg. 

In der Nacht flatterte ein stürmischer Wind auf. Das Wasser im Pool wellt auch ganz wild. Kein Mensch ist dort, so kann ich in aller Ruhe 40 Länge schwimmen. Danach wursteln wir noch lange rum, bis wir uns entscheiden können, was wir heute machen wollen. Wir wollen die Strände der Nordwestküste weiter entdecken und weil wir sie schon bis Olbia kennen, können wir jetzt sofort auf der Autobahn bis Olbia fahren.
Ich habe mich ziemlich verkalkuliert, als ich es dachte, daß wir die ganze Costa Smeralda und die nördliche Küste und vielleicht noch ein Stück von den Bergdörfern an einem Tag schaffen könnten. Es ist unmöglich!
Die Straßen sind so kurvig, daß man nur langsam vorankommt und die Strecken scheinen wirklich ewig lang zu dauern, daß wir das Gefühl haben, daß wir den ganzen Tag nur in dem Auto gammeln und kaum 2-3 Ortschaften anschauen können. Es lohnt sich einfach nicht! Und ich fange sofort an in meinem Kopf alles hin und her zu sortieren, was ist mir wichtig und worauf kann ich verzichten.

Der Wind ist ganz stark stürmisch und es ist nur 22° Grad. Wenn wir aus dem Auto steigen, stechen uns die Sandkörner wie tausend Nadelstiche. Oft kann ich den Fotoapparat nicht festhalten, deshalb werden auch viele Fotos verschwommen. 

Olbia hinter uns lassend fahren wir entlang dem Golfo Aranci, irgendwo fahren wir auf einem fürchterlichen Feldweg zu dem Strand Spiaggia Bianca runter. Wunderschöner Strand mit weißem Sand, aber der Wind ist hier so stark, daß wir kaum laufen können ohne umzukippen, und es friert mich direkt. Hier mache ich diese Fotos: 








Oft können wir gar nichts unternehmen wegen dem Windsturm. Bis nach Palau fahren wir nach Norden und unterwegs halten wir paarmal zum Fotografieren an. Bei den Aussichtspunkten sind immer ganz viele Touristen. 


Porto Cervo ist eine sehr lebhafte, hübsche Stadt. Wir möchten gerne hier am Hafen spazieren, aber es ist unmöglich einen freien Parkplatz zu finden. Wir fahren hier 2-3 Runden und dann geben wir es auf. 



Poltu Quatu


Pinienwald bei Palau

Bei Palau suchen wir nach Tagestouren zu der Maddalena Inselgruppe. Es gibt am Hafen ein Haus, wo die ganzen Schiffgesellschaften ihre Büros haben, aber Preis steht auf den Flyers nie. Wir sammeln alle Prospekte ein und dann fahren wir zu dem Capo D'Orso raus, wo ein mächtiger, bärenförmiger Fels zu sehen ist. 




Hier müssen wir 2 Euro für den Parkplatz zahlen und dann noch extra je 2 Euro für den "Eintritt" zu dem Pfad, welcher zu dem Bärenfels führt. Hier sind auf einmal ganz viele Menschen. Normalerweise kann man unter diesem Fels durchgehen, aber diesmal ist es unmöglich, weil einen der starke Wind fast umkippt und runterstößt. Deshalb steht dort auch eine Wächterin zum Aufpassen. 

Der Bär




La Maddalena

Es ist erst gegen 17 Uhr, und wir könnten noch einiges entdecken, aber wir haben keine Lust mehr, da wir das Gefühl haben, wir fahren und fahren nur und kommen nie irgendwo an und je weiter wir wegfahren, desto länger wird der Weg nach Hause. Ich habe keine Lust mehr mit dem Wind zu kämpfen.  

Unser Abendessen ist ein Salat, mit Thunfisch und Mozarella, dazu fritiere ich noch extra Zucchini und Auberginenscheiben.  




Nach dem leckeren Abendessen gehen wir eine große Runde spazieren. Wir bummeln in dem Pinienwald und kämpfen uns durch zerstörte, alte, in Ruinen liegende Hotelanlagen, daß wir zu der Küste kommen können. Hier ist kein guter Strand, die Algen liegen meterdick an der Küste. 


Es sind keine Felsen, sondern Algenberge. 





Nach dem Duschen sitzen wir auf der Terasse und wir mögen diese sternenklare Nächte lang genießen. Grillen zirpen laut und man sieht weit weg über das Meer. Ist es nicht paradiesisch?

Kommentare:

  1. Guten Morgen liebe Andrea....

    ich finde Deine Reiseberichte immer wieder Klasse !! Auch wenn wiedermal, durch Deine Bilder hervorgerufen...Hunger bekomme :)

    Das Bild mit dem Pinienwald gefällt mir irgendwie am besten...Toll !

    LG

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    1. Ohh, vielen Dank Timur, ich freue mich, wenn jemand die Fotos anschaut, aber ich freu mich doppelt und tierisch, wenn jemand auch noch Mühe nimmt den Text zu lesen! Danke Dir! Liebe Grüße

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  2. Wunderschön. Die Strände sind ja echt traumhaft und haben was karibisches. Und diesen Walk durch die Felsen finde ich auch klasse. Einfach nur toll. LG, Nadine

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    1. Sardinien ist wirklich was besonderes, ein Traumurlaubsort! :-)

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  3. Vielen Dank Flögi! Ich hab in letzter Zeit gerade Sardinienberichte gerne gelesen, weil das wunderbar dort zu sein scheint. Sehr hilfreich, dass Du hier nicht nur die tollen Sachen beschreibst sondern auch die weniger guten. Vom starken Wind hat mir schon meine Arbeitskollegin erzählt, da gebe ich zu, das würde mir ja sehr auf den Geist gehen.
    Deine bilder isnd wie imer wunderbar, und mir scheint, dass man bei einem Sardinienbesuch vorher gut recherchieren sollte, wohin man fährt. Das hätte ich so auch nicht gedacht und wäre wohl einfach losgefahren. Übrigens finde ich es ziemlich ärgerlich, wenn für Parkplätze und Gehwege ständig Geld bezahlt werden muss und alles überlaufen ist. Also Fazit: Tolle Fotos, tolle Informationen, und Sardinien wohl eher zur Nebensaison. :)
    Lg /inka

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    1. Hallo Inka, vielen lieben Dank, daß du die Mühe nimmst alles zu lesen. Ich freue mich, daß du es so siehst, wie es du schreibst. Ich will immer auf dem Boden der Realität bleiben und dabei alles beschreiben, was ein Reisender in einem Reiseführer nicht findet. Dafür mache ich mit so großer Freude diesen Blog, da ich anderen auch gerne helfen möchte. Liebe Grüße

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  4. Herrliche Bilder, toll!
    Liebe Grüsse Babs

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  5. Wirklich paradiesisch, einfach traumhaft schön und die Aufnahmen spiegeln es auch genauso wieder.

    Wie gut dass ihr euch dann entschlossen habt es langsamer angehen zu lassen. Man kann halt manchmal wirklich nicht alles sehen, und so isses dann für euch bestimmt auch ein Grund nochmal dort hinzufliegen^^

    Liebe Abendgrüssle

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    1. Nein, wir wollen eigentlich nirgends zweimal hin (außer Teneriffa :-) ). LG

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