Montag, 5. Juni 2017

Seychellen - Teil 1. / Flug und Ankunft

Wir haben sieben Jahre lang hin und her überlegt, ob es sich lohnt dahin zu reisen. Die Antwort ist eindeutig: Ja!

Wir haben eine lange und anstrengende Hinreise gehabt, wir waren von Wohnung bis erster Unterkunft 24 Stunden unterwegs! 

Erstes Mal sind wir mit der Fluggesellschaft Emirates geflogen. Von München bis Dubai mit dem größten Passagierflugzeug der Welt, mit dem Airbus A380. Es war unglaublich cool! Wir haben kaum gemerkt als diese mächtige Masse in die Luft hebt. In der zweistöckigen Maschine ist die untere Etage für Economy Fluggäste. Hier stehen die Sitze in Aufteilung von 3-4-3. Nach oben durften wir nicht. Wir saßen am Fenster, die Sitze waren groß und breit mit sehr großer Beinfreiheit, jeder Sitz hat einen eigenen Bildschirm mit vielen Medienprogrammen, hunderten Filmen und tausenden Musik. Die mittlere 4-er Reihen waren komplett leer, dort konnte man sich hinlegen und schlafen, wenn man es wollte. Es wurden Menükarten aufgeteilt mit zwei warmen Essen. Das Essen war viel, aber von Geschmack nicht anders, als sonst im Flugzeug. Getränke haben wir dauerhaft bekommen und konnten auch selber holen. Es hat uns sehr gut gefallen.



In Dubai sind wir nur zwei Stunden und fliegen um 2 Uhr in der Nacht weiter. Eine Stunde ist schon vergangen mit der Geherei von Ankunft zum Abflug. Ab hier fliegen wir mit dem Boeing 777-300, das ziemlich voll ist. Wir bekommen Frühstück gegen 3 Uhr und danach bis zur Landung nichts mehr. Also der Service ist nicht mehr so gut, wie bei dem vorherigen Flug.

Um 7 Uhr in der früh landen wir auf Mahe, auf der Hauptinsel der Seychellen. Hier empfängt uns feuchte Tropenhitze, und wir haben nichts geschlafen, sehr erledigt schleppen wir uns weiter zu dem Terminal für Inlandsflüge. Draußen ist ein Buffet, hier essen wir eine Scheibe Pizza und kaufen Getränke. Dieses Terminal ist sehr lustig, genauso wie auf Karpathos war (hier gucken). Ein mini Raum, durchgeleuchtet wird nichts mehr, Flüssigkeit darf auch mit. Eine Frau schreit jede viertel Stunde, welche Flugnummer gearde dran ist und das war's.



Paar Minuten vor 10 Uhr starten wir mit so einer mini DHC6- Twin Otter, wie auf dem Bild oben. In das kleine Flugzeug sind 19 Sitzplätze eingequetscht, ohne Klimaanlage. Man fühlt sich sehr unwohl, aber der Flug ist schön, wie ein Panoramaflug. Durch die mini Fenster sehen wir wunderschöne Lagunen und andere Inseln. Nach knapp 20 Minuten Flug landen wir schon auf Praslin.






Hier unten Cousine und Cousin Inseln:
Cousine ist in Privatbesitz, Cousin ist Nationalpark, mit einem Vogelforschungsinstitut, hier brüten tausende von hiesigen exotischen Vögeln. Einen Besuch dahin möchten wir sehr gerne machen. 



Wir landen auf Insel Praslin (sprich: Pralen). Hier empfängt uns ein sehr schönes und modernes Flughafengebäude. Jeder Fluggast wird mit Namenschilder gewartet und abgeholt, nur unsere Namen stehen nirgends drauf, obwohl ich mit der Unterkunft zweimal auf sicher besprochen habe, daß sie uns abholen. Wir landeten 10 Minuten früher, also wir warten 15 Minuten, kommt aber keiner. Wir sind müde, ich habe Kopfweh, die Hitze ist kaum auszuhalten, zu alles anderes habe ich mehr Lust, als hier auf unsicher zu warten, also, wir nehmen ein Taxi. Für die max. 10 km lange Fahrt wird 30 Euro verlangt (soviel wäre auch der Transfer von Unterkunft gewesen). Sehr teuer für so eine mini Insel.


Wir sind beteubt von Müdigkeit und der Taxifahrer fährt auf den engen Straßen sehr wild. Auf den Inseln ist Linksverkehr.

Endlich kommen wir gegen 11 Uhr bei der Unterkunft an. Die habe ich in booking.com gebucht. Die Frau an der Rezeption schaut komisch, warum wir mit Taxi ankommen, da sie doch jemanden um  uns abzuholen geschickt haben, aber ich erwartete nach so einer langen Reise Pünktlichkeit. 
Wir bekommen beide einen leckeren eiskalten Tropensaft. Unser Zimmer ist alt und ein bißchen abgekommen, aber sauber und freundlich eingerichtet. Jedes Haus hat zu zwei Gästezimmern eine gemeinsame Küche. Wir packen die wichtigsten Sachen aus und gehen gleich in den Ort los, da wir Wasser und was zum Essen brauchen. Wir wohnen in Anse Volbert sehr außerhalb vom Zentrum, auf der Straße sind es gut 2 km, über den Strand etwas kürzer, aber dort kann man nur bei Ebbe laufen. 








Die 40 Grad Hitze schlägt uns noch mehr kaputt und die Sonnencreme mit 50 Faktoren hat null Wirkung, wir brennen schon an dem ersten Tag etwas ab. Wir finden paar Minimärkte, also Läden, die ca. 10 Quadratmeter groß sind und vollgestöpselt mit Getränken, Konserven ohne Platz und ohne frischen Waren drinnen. Die Preise sind in astronomischer Höhe. Wir kaufen Getränkevorräte und schleppen diese wie Lastesel in dem Sand des Strandes zurück.
Man stellt sich von diesen Inseln Luxus vor, aber soll man nicht. Das gilt nur für große Hotelanlangen, der Rest ist Armut, zerfallende Hütten, Rasta Männer und junge Mädchen auf dem Strand, und bei den Geschäften, die den ganzen Tag hardcore aus der Whiskeyflasche trinken, Schmutz und viel Müll. Restaurants finden wir nur zwei, dort bekommt man ein Abendessen ca. um die 40-50 Euro pro Person, das wussten wir schon im Voraus und wir müssen unser Essen anders lösen. Wir kaufen gleich in dem einem Laden irgendwelche Taschen und Kugeln, die wir dann zuhause sofort essen.














Wir sind tot erledigt, wollen den Rhythmus nicht umkippen, aber wir müssen uns mal für eine Stunde hinlegen. Ich kann aber von dem starken Kopfweh nicht einschlafen.

Dann sitzen wir in der restlichen Zeit bis Abend auf der Terasse und kippen um 20 Uhr schon ins Bett und schlafen bis nächsten Tag 8 Uhr zwölf Stunden in tiefem Schlaf durch.

Kommentare:

  1. Prima, dass ihr euch durch den tiefen Schlaf dann doch wieder erholen und den Jetleg überwinden konntet.

    Wunderschöne Fotos von aus diesem tollen Paradies. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  2. Hallo liebe Andi,
    nach einem anstrengenden Flug und einen erholsamen Schlaf konntet Ihr endlich Euren Urlaub genießen.
    Ich mag dieses Flugzeugessen nicht, ich kaufe mir immer hinter dem Securitybereich etwas und nehme es mit ins Flugzeug.
    Eure Unterkunft ist sehr schön, hübsch wie sie die Decken als Schwäne gefaltet haben.
    Aber 40-50 Euro pro Person für ein Abendessen ist ja sehr heftig.

    Bei den herrlichen Fotos bekomme ich Fernweh...

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Hallo Biggi,
      ich mag das Essen auch nicht, aber ich esse es schon, und in den Flügen, wo nichts mehr gegeben wird, nehmen wir von zu Hause vollgepackte Sandwiches mit. In der Wartebereich ist alles enorm teuer.
      Liebe Grüße

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  3. Hallo Andi,
    das sind wunderschöne Aufnahmen und Eindrücke von Eurem Flug und Euren ersten Erlebnissen auf den Seychellen. Ich glaube, das lange Vorbereiten hat sich gelohnt. Ich freue mich auf weitere Berichte von Dir.
    Viele Grüße, Synnöve

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    1. Danke Synnöve, und gleich kommt der zweite Teil...
      Liebe Grüße

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  4. Eine tolle Anreise, hast auch wirklich alles schön dokumentiert, da fühle ich mich fast so als ob ich selber mitgereist bin :) Freue mich auf die weiteren Teile.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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