Freitag, 30. Juni 2017

Seychellen - Teil 14. / Reise nach Mahe, Beau Vallon

12. Tag

Die 4 Tage sind rasend schnell auf La Digue vergangen und ich würde am liebsten lieber noch hier bleiben, als weiterreisen.
Wir stehen um 6:15 Uhr auf und verzehren unser Frühstück, das wir gestern Abend schon ins Zimmer bekommen haben, auf der Terrasse. Um 7:30 Uhr stehen wir schon mit unseren Koffern auf der Straße. Wir hoffen sehr, daß das Taxi von der netten Rezeptionistin organisiert wurde und pünktlich kommen wird, sonst schaffen wir nicht zu Fuß bis zum Hafen. Zu unserer Überraschung kommt ein Elektrowagen  uns abzuholen, den eine junge, hübsche Frau fährt und neben ihr sitzt unsere Rezeptionistin. Sie sagt, daß heute auch sie auf Mahe reist und sie ist unser Taxi.

Zuerst fahren wir nach Praslin mit dem Speedkatamaran. Diesmal sitzen wir lieber innen. Der Wellengang ist nicht stark, die halbstündige Seefahrt ist problemlos. In dem Hafen von Praslin dauert es eine halbe Stunde bis wir in die andere Schnellfähre umsteigen und die nächste Fahrt dauert eine Stunde nach Mahe. Der offene Ozean ist sehr wellig und es haut hin und her und rauf und runter und mir gehts ehlendig schlecht und kämpfe ich mit einer Kotztüte in der Hand die ganze Zeit mit Atemübungen gegen das Erbrechen.Ich schaffe es ohne, aber die Fahrt ist mir Horror und wenn ich es gewusst hätte, wäre ich lieber geflogen. Auf Mahe empfängt uns trübes Wetter mit grauem Himmel.

Das Taxi, das uns unsere Unterkunft organisiert hat, wartet im Hafen mit einem Namenschild auf uns und um 10:30 Uhr sind wir schon bei der Unterkunft. Als wir von dem Hafen durch Victorias Trubel fahren, bekommen wir fast einen Kulturschock: Automengen, Stau, hässliche und viele Gebäude, viele Menschen, Auspuffgeruch und Chaos. Das haben mir viele Reisende im Forum vorgewarnt, daß Mahe eine Enttäuschung wird, aber ich wollte es nicht glauben. Darauf kehre ich noch später zurück.

Unsere Unterkunft ist schön: eine große Villa und Lodge Stil und es sind drei mächtige Appartments drin. Unseres ist schon fertiggeputzt als wir ankommen. Wir bekommen auch hier einen eiskalten Tropensaft. Wir sind im nördlichen Ende der Beau Vallon Bucht, etwas oberhalb, mit traumhaftem Blick darauf, aber das Zentrum liegt genauso weit wie auf Praslin war. Mindestens anderthalb km.










Wir packen alles aus und warten etwas, ob es regnen wird oder nicht, aber die Wolken gehen weg und gegen 12:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zu der Küste und zum Zentrum des Ortes. Wir haben ein anderes Gefühl in uns, als ob wir in einem anderen Urlaub gelandet wären. Der Zauber von Praslin und La Digue ist weg, diese Stimmung von Einfachkeit, Zurückgebliebenheit, vor allem Menschenlosigkeit und Ruhe ist hier weg. Wir sind hier auf dem Ballermann der Seychellen angekommen und es schockiert uns ganz schön stark. Die anderen, die darüber erzählt haben, hatten recht und mir tut schon sehr leid, daß wir nicht auf La Digue 7 Tage geblieben sind und hier weniger.

Wir spazieren in der Knallersonne an der Küste entlang und irgendwann erreichen wir das Zentrum, mit vielen Restaurants und Hotels. Auf einer kleinen Strandpromenade stehen mehrere Kochbuden, wo frisch gekocht wird. Hier kaufen wir gleich was zum Mittag, beide Fisch, aber ich Curry, M. was anderes. Es ist sehr lecker, aber so scharf, daß ich davon fast sterbe.














Danach suchen wir einen schattigen Abschnitt und dort bleiben wir für den ganzen Nachmittag zum Baden. Das Wasser ist traumhaft schön, glatt, seicht am Anfang, aber trotzdem wird normal tief, daß man auch schwimmen kann, kristallklar, man kann alles sehen. Es gefällt uns sehr gut hier, da es nach zwei Wochen das erste Wasser ist, wo man auch schwimmen kann und nicht nur bis zum Knöchel plantschen. 





Wir bleiben nur bis halb 5, da ich schlechten Bauch bekomme und wir müssen nach Hause rennen, da ich Durchfall habe. Gegenüber der Unterkunft kaufen wir im kleinen Laden Takamaka dark Rum, da viele Reisende erzählen, daß Schnäpse in solchen Fällen am besten helfen und reinigen. Wir trinken sehr selten solche Spirituosen, aber dieser Rum ist unglaubich lecker, aromatisch, süß. Wir trinken es mit Cola und Zitrone und nicht sparsam, aber helfen tut es nichts.


Kommentare:

  1. Hallo Andi,
    das ist schade, dass Du das Essen nicht vertragen hast.
    Die Landschaft dort sieht trotzdem wunderschön aus, auch wenn es deutlich mehr Touristen hat.
    Viele Grüße, Synnöve

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  2. Lässt sich denken dass das ein Schock gewesen ist, wäre mir wohl nicht anders gegangen. Gibt ja leider imer Orte die man lieber meiden sollte, wenn man denn einen doch anderen Urlaub machen möchte. Dennoch gibt es Plätze die es wieder "wett machen", so wie der Strand und das Meer wo ihr rein konntet.

    Bei Durchfall hilft übrigens meist auch Cola trinken und Salzstangen essen.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Eigentlich nicht. Cola trinken und Salzstangen sind dafür vernatwortlich, daß sie die verlorenen Elektroliten zurückstellen, aber selbst den Durchfall stoppen sie nicht. ;-)
      Und den Rum habe ich mit Cola getrunken. :-) ;-)
      Liebe Grüße

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    2. Dann helfen wohl nur noch Tabletten^^

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