Sonntag, 2. Juli 2017

Seychellen - Teil 15. / Mit dem Auto herum um die Insel

13. Tag

Das Frühstück ist zwischen 8-9 Uhr, deshalb können wir nie einmal länger schlafen. Eine sehr nette Frau kümmert sich immer um das Frühstück, sie fertigt das Ei auf Wunsch an, wie man es möchte, aber sonst gibt es auch nur Marmelade und Obst. Auch wenn die Marmelade hier megalecker ist, ist es alles für uns schon sehr langweilig und ich könnte sterben für meinen Frischkäse und Käsesorten, die ich sonst zu Hause esse. 

Das Mietauto haben wir für heute bestellt und wird hier auch zum Haus gebracht. Nach 10 Minuten Verspätung haben wir schon etwas Panik, daß es so wird, wie auf Praslin, aber dann ist es schon da. Alles läuft in Ordnung, hier nehmen sie die 1.000 Euro Kaution ab und wir bekommen ein sehr altes und in etwas ruinisiertem Zustand seienden Hyundai I10. 

Nach der Taxifahrt gestern durch Victoria, haben wir ein bißchen Gedanken, wie wir es schaffen,
aber dann ist es ganz leicht:



An der Ostseite der Insel entlang fahren wir bis ganz nach Süden, bis zur Police Bay runter.  

Wir sehen keine richtig anziehenden Küsten, überall ist Ebbe und es ist so wenig Wasser drin, daß wir uns nirgends vorstellen können, daß wir dort baden könnten.










Vor der Police Bay bereitet sich gerade eine Familie zum Grillen vor und sie haben einen mächtigen red snapper. Hier gibt es in jeder Bucht Schilder, daß hier Schildkrötennester im Sand zu finden sind und wir sehen auch öfter Babyschildkrötenspuren im Sand, leider aber nie eine Schildkröte.





Ich finde, auf dem oberen Bild hat diese vorliegende Felsengruppe eine Schildkrötenform. Die Police Bay ist wunderschön, das Wasser hat traumhaft schöne Farben, aber baden kann man hier auch nicht, am Rand ist kein Wasser und ist steinig, weiter innen sind große Wellen. Mir gefällt diese Bucht auf Mahe am besten.














Wir finden hier ganz viele Muscheln bis zu ca. 8 cm Größe. 
Diese zwei sind wunderschön, aber ich traue sie nicht von der Insel mitzunehmen, so lassen wir sie hier am Strand liegen.
Nach uns kommt eine größere Gruppe hierher und sie sammeln alles zusammen. :-(








Wir fahren dann auf der Westseite zurück und dort ist auch nicht anders. In den breiten großen Buchten, wo kein Riff ist, sind brutale Wellen und in den ruhigen, geschützen Buchten ist kein Wasser.











 
Wir halten bei dem Anse Intendance, Anse Takamaka, Baie Lazare an und auch bei dem kleinen Anse Soleil. Diese Bucht ist die einzige, wo das Wasser tief wird, trotzdem ohne Wellen, und wäre sehr geeignet zum Baden. Aber hierher führt nur eine ganz schmale Straße steil herab und am Ende steht ein Restaurant, wo man nur parken darf, wenn man dort Gast ist. Wir halten kurz an, um rauszuschauen. Da muß man erst durch einen Gang zwischen den zwei Terrassen des Restaurants gehen und ich stelle mich auf die Terrasse für bessere Fotos. Gleich kommt eine Frau und bellt mich weg, es ist privat, ich darf nicht hier sein. Gleichzeitig treibt ein Mann einen anderen Mann von der anderen Terrasse weg. Sehr freundlich. So bekommen sie keine Gäste, weil wenn einer bleiben würden wollte, bleibt nach solchem Empfang auch nicht mehr. Also, wir fahren wieder weiter.














Dann fahren wir weiter zum Anse á la Mouche, Anse Boileau und Grand Anse und dort erreicht uns der schwarze Himmel. Schon den ganzen Tag waren bewölkte Abschnitte und kurze Schauer, z.B. bei  Police Bay. Aber wir sind müde und hungrig und wollen nichts mehr anschauen, fahren bei dem zweiten Weg unter Victoria quer durch die Insel nach Hause. Kurz vor Victoria halten wir bei einem Aussichtspunkt an.












Auf dem Heimweg finden wir im Zentrum von Beau Vallon den größten Supermarkt. Dieser ist der erste im Urlaub, wo auch die Preise auf der Ware stehen und mit Barcodelaser abgelesen werden und nicht nach Gesichtvisite spontan angegeben werden.
Für Abend wollten wir heute Pizza mitnehmen, aber das Restaurant lässt keine mitnehmen, nur dort essen und es ist bis zum Platzen voll, wir müssten warten. So gehen wir wieder zu den Kochbuden an der Küste und kaufen heute nur Grillsachen. Nach dem gestrigen Durchfall traue ich mir jetzt nichts kreolisches zu essen. Heute Vormittag ging es mir noch schlecht, aber dann war es vorbei (Rum hin und her, habe noch 5 Tabletten eingenommen und Grapefruitkernextrakt, bis eine Wirkung da war).

Wir sind schon ein bißchen enttäuscht, daß wir keine Pizza essen können. Und danach erst recht bei den Buden. Wo wir unsere gegrillten Sachen auswählen, sind die Pommes noch nicht fertig und bis es fertig wird, verkauft die Frau alles, was uns ausgewählt haben und für Einheimische für halben Preis, als für uns. Wir warten ewig und sind sehr genervt, aber es lohnte sich dann doch, da es alles sehr lecker schmeckt. 




Wir essen alles zu Hause auf der Veranda. Hier oben geht abends immer ein angenehmer Wind. Auch eine Gottesanbeterin besucht uns.

Kommentare:

  1. Ich habe mir alle fotos angesehen und es ist so traumhaft schön. ob ich je in meinem Leben dorthin reisen werde? Man soll nie, nie sagen. Freue dich, dass du soviel reisen kann und darfst und einen tollen begleiter hast der alles mitmacht oder umgekehrt.Reisen ist etwas wunderbares, wir mögen es auch gern, sind noch mit unseren Hunden eingeschränkt.
    Lieben Gruß in den Abend, klärchen

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    1. Ja, freue ich mich, auf jeden Fall. Wir sind eben dadurch am Anfang interessiert aneinander geworden, daß beide Reiseverrücktwaren und sind. ;-)
      Liebe Grüße

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  2. Wow...1000 Euro Kaution, das finde ich aber schon ganz schön happig^^ Das muss man ja auch erst einmal bar haben, und vor allem ja auch voher immer "mitschleppen". Nun, seis drum, ihr habe einen tolle Tour gemacht, viel gesehen und ich finde die Bilder vom Aussichtspunkt besonders schön. Auch wenn ich an der einen Landzunge nicht wohnen wollte...alles so dicht an dich.

    Das mit den verschiedenen Preisen gabe es hier damals auch in Restaurants. Da haben Touristen immer mehr bezahlt als die Einheimischen ;-) Heute dann eher die Abgrenzung von Touristengebieten und ausserhalb.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  3. Das war ein bisschen von dem, was wir gestern gemacht haben. Die Aussicht von oben auf die kleinen Inseln zeigt Eden Island, das man für eine Stunde sogar kostenlos besuchen kann. Dort gibt es schicke Läden und Yachten. Eine ganz andere Welt...Purer Luxus der reichen Seychellos und Ausländer, die hier auf der aufgeschütteten Insel vor Mahé bauen durften, damit die Hänge in Zukunft verschont bleiben.
    Abends waren wir dann noch an der Petit Anse und an der Anse Soleil, wo die kleine, enge Straße nach unten führt. Es gibt einen kleinen Parkplatz kurz bevor man ganz unten ist. Wir sind den Rest gelaufen, aber leider hatten dort 18 Uhr schon alle Cafés geschlossen. Wir wollten endlich mal einen tollen Sonnenuntergang fotografieren, aber wieder waren Wolken da....:-)
    Der Nachbarstrand Petit Anse war ein Tipp von unserem Vermieter. Hier konnte man baden und so richtig entspannen. Ein Teil wird vom Kempinski Hotel belegt, aber man kann trotzdem dort am Strand sitzen unter Palblatt-Sonnenschirmen ohne dass man vertrieben wird. Wir habe aber vorsichtshalber ein Getränk gekauft.
    Dann haben wir unseren letzten Abend beim Italiener an unserer Küste, der Anse Royale, ausklingen lassen. ca. 20 km Südlich von Victoria. Der hat so leckeren frischen Thunfisch und knusprige Pizza, dass wir schon das zweite mal hin sind. Heute ist leider unser letzter Tag, bis Abends dann der Flieger zurück geht.
    LG Sigrun

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